Nachweihnachten

Nachweihnachten

Ja, ich gebe zu, dass ich die letzten Tage ein kleines bisschen leise gewesen bin. DAs lag unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ich mir eine schöne Woche in meiner Heimat gegönnt habe. Mehr dazu werde ich definitiv schreiben, wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, denn aktuell ruft mich bereits mein Bett und morgen gehts zum Silvester feiern bereits wieder weiter. Aber ich verspreche, ich werde hier noch dazu kommen ein paar Worte zum ersten Weihnachten des Schnabeltieres niederschreiben. Nur 2016 schaffe ich das nicht mehr. Nur so viel:

Zum Thema „Essen“ kann ich allerdings ein bis zwei Wörtchen heute schon verlieren, bevor sie wieder verjähren. Da ich heute Kartoffel-Kartoffel-Brei für uns gekocht habe, kam mein Mann auf die Idee, vor dem Würzen doch ein bisschen was zur Seite zu packen und dem Kind als Abendessen zukommen zu lassen.

Gesagt, getan. Nur das Schnabeltier war nicht begeistert von dem Zeug, obwohl er den Geschmack rein logisch bereits kennen müsste. Ich kann inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ich ihm schon Kartoffeln und Karotten als Brei gegeben habe. Nur die Milch war neu, und fein püriert wars auch nicht.

Naja, wir konnten ihn auf jeden Fall nicht davon überzeugen auch nur ein Stückchen davon im Mund zu behalten. Kein Bitten, kein Betteln, kein Mangopüree, das wir dazu gemischt haben konnten ihn überzeugen. Die Mango wurde gerne gegessen, allerdings nur solange nichts anderes mit in den Mund wandern wollte.

Auch eine Mama, die sich genau das selbe Zeug begeistert in den Mund schaufelte (ich liebe Spinat und selbstgemachten Kartoffelbrei) war nur ein interessierter Blick zu sehen, gegessen werden wollte das Essen dennoch nicht. Um des lieben Friedens wollen haben wir aufgegeben. Zu einer Zeit, in der das Essen auf meinem Teller bereits kalt war und Papa aufgegessen hatte. Njam. Nun gut, da das Vatertier ja schon gegessen hatte, konnte er ja auf das Kind aufpassen und ich aufessen.

Heute gibt es Selbstgematschtes

Und damit sich das Schnabeltier nicht langweilen konnte haben wir mal ein bisschen was geändert. Anstatt ihm einfach was anderes zum Essen zu kochen, wurde das bereits gekochte Essen genommen und in seine Reichweite gestellt. Der Papa hatte eine Hand auf dem Kinderteller, damit dieser nicht einfach so auf den Boden segeln konnte und es durfte gematscht werden. Und gematscht wurde. Was das Zeug hielt. Anscheinend ist die Konsistenz von Spinat und Brei spannend genug um sie sich quer übers Gesicht schmieren zu können. Und an die Klamotten. Und an den Hinterkopf. Und sowieso überhaupt anders hin. Tatsächlich ist auch die eine oder andere Hand tatsächlich in seinem Mund gelandet. Hah! Mission erfolgreich. Ob wirklich gegessen wurde, kann ich allerdings nicht zu hundert Prozent bestätigen.

Das Schnabeltier hat sich gefreut, ich habe mich gefreut, immerhin durfte ich aufessen (kalten Spinat…bwah). Der Papa war minderbegeistert, denn irgendwie sind auch an ihm Essensreste gelandet. Ich habe das Schnabeltier gefragt, er kann sich das nicht erklären. Auf jeden Fall endete dieses Abendessen in einer Grundreinigung der Küche und des Kindes. Ein Glück wollte ich es heute sowieso in die Badewanne stecken und hatte dies bis dahin noch nicht geschafft. Und weil er so ein braves Wasserschnabeltier ist, gabs als Nachspeise noch ein bisschen Haferflockenmüsli.

Mit dieser kleinen Geschichte aus unserem Tag entlasse ich euch für dieses Jahr und wünsche allen hier lesendes einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein schönes 2017.…

Lieblingsding #2: Fühlbilderbuch

Lieblingsding #2: Fühlbilderbuch

Manchmal ist das Schnabeltier wie seine Mutter: Es liebt Papier. Vor allem in Buchform. Zeitungen sind auch manchmal ganz interessant, aber aktuell findet er die Bücher ganz besonders ansprechend. Hin und wieder zieht er gerne meine Kochbücher und Rezeptsammlungen aus dem Regal und schaut sich die an. Allerdings gibt es einiges an anderer babygeeigneter Lektüre, in der er blättern üben kann. Über Stoffbücher wollte ich ein anderes mal schreiben, heute geht es um das Fühlbilderbuch.

Wir haben hier die Gute-Nacht-Version, die wir geschenkt bekommen haben. Momentan wird es allerdings eher tagsüber gelesen, weswegen ich darüber nachdenke, mir noch eins aus der Reihe zu holen. Mitten am Tag übers einschlafen zu lesen kommt mir schon sehr seltsam vor.

bilderbuch

Es handelt sich um ein Pappbuch mit einem kleinen Reim und einem großen Bild auf jeder Seite. Das „besondere“ daran sind die Dinge, die in den Seiten eingelassen wurden um vom Baby ertastet zu werden. Das kann ein bisschen Stoff vom Schlafanzug sein, ein wenig Fell vom Schäfchen oder ein Herzchen.

kuscheldecke
Eine Kuscheldecke mit ein bisschen Kuschelstoff und einem Reim

Inzwischen bekommt das Schnabeltier die Motorik zum Buch greifen und Seiten aufreißen ganz gut zusammen. Man findet ihn also gerne mal mit dem Buch auf dem Boden hocken und durch die Seiten …nunja, stöbern. Er hat auch seine Lieblingsseiten, auf denen er sich immer ganz besonders freut und wenn Mama versucht ihm das ganze Buch vorzulesen, will er wieder zurück zu diesen Seiten.
Das Buch ist so kurz, inzwischen kann ich es auswendig rezitieren und er freut sich immer direkt, wenn er die ersten Worte hört, weil er genau weiß, was jetzt passiert.

An und für sich wirklich niedlich, habe ich doch zwei Problemchen mit den Büchern, die das Schnabeltier allerdings nicht stören:
  1. Die Reime….nun, ich habe eins von den Negativbeispielen bereits ins Bild gesetzt. Tatsächlich wird an zwei Stellen im Buch ein Wort mit dem gleichen Wort gereimt. Ein dicker Minuspunkt an den Texter an dieser Stelle.
  2. Die Fühlanteile. Die sind in großen Teilen des Buches echt süß gemacht, wie bereits beschrieben. Es gibt ein paar Felle, Stoff, Lederimitat, all sowas. Aber es gibt eben auch vier Seiten, in denen der Fühlanteil aus Glitzerfolie besteht. Ein bisschen Glitzer am Bett, Glitzerbuch, Glitzersterne. Wer hätte es vermutet: das sind genau nicht die Lieblingsseiten des Babys. Da will er direkt immer wieder zu den interessanteren. Ich kann es ihm nicht verdenken und hätte mir mehr erhofft.

    mondamhimmel
    Eine der leider zu vielen Glitzerseiten

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es sich hierbei um ein Schlafbuch handelt und man das Baby nicht zu sehr „aufregen“ möchte. Ich weiß es nicht, aber jedes Mal, wenn ich an die Seiten komme denke ich mir „das hätte auch schöner werden können“

Alles in allem ist das Buch aber empfehlenswert und ich denke bereits darüber nach, mir ein weiteres aus der Reihe zu besorgen. Bei Amazon findet man auf jeden Fall ein paar mehr.…

Breizeit

Breizeit

Ich habe vor ein paar Wochen schon darüber gesprochen, wie das Breiessen bei uns gestartet hat. Damals ging es vor allem um den Anfang. Inzwischen ist ein bisschen Zeit vergangen und ich dachte, ich erzähle euch mal ein bisschen mehr dazu.

Essen für Anfänger

Wie bereits angemerkt, habe ich einfach damit angefangen, ein bis zwei Karotten in unserem Nudeltopf zu dünsten. Der Pastaeinsatz war ganz hilfreich dabei, man muss das Wasser ja nicht hoch in den Topf füllen. Sobald die Karotten weich gekocht waren, konnte ich sie zu Brei verarbeiten. Je nach Menge habe ich dabei unseren Pürierstab oder die Küchenmaschine verwendet. Dazu kam dann noch ein Esslöffel voll Rapsöl*, und schon war der Babybrei fertig.

Ein bis zwei Karotten sind natürlich viel zu viel für so ein junges Schnabeltier zum komplett aufessen, also wurde ein Teil direkt verfüttert und der Rest portionsweise eingefroren. Und ich rede hier wirklich von Miniportionen. Zum Beispiel Eiswürfelformen, Silikonpralinenformen und -Cakepopformen. Alles, aus dem man eben gefrorene Miniportionen wieder heraus bekommt. Da ich viel auf Vorrat gekocht habe, habe ich die Portionen meist über Nacht in der Form gelassen, am nächsten morgen heraus genommen (und dabei eine Eiswürfelform komplett zerstört….) und in eine Gefriertüte gepackt, um die Förmchen direkt für den nächsten Brei zu nutzen.

Auf diese Art habe ich einiges an Gemüse verarbeitet. Neben Karotten hab es noch Blumenkohl, Brokkoli, Kürbis, Süßkartoffeln… eben was ich gerade so gefunden habe. Theoretisch wollte ich auch immer mal Pastinake ausprobieren, aber die sind jedes mal schlecht geworden, weil ich doch anderes zu tun hatte.

Später habe ich auch eine Hand voll Fleisch gekocht und im Mixer zerkleinert. Hier habe ich kein Öl, sondern zwei Esslöffel Apfelsaft* eingemischt, bevor die Portionen in den Tiefkühler kamen. So hatte ich im Laufe der Zeit ein Tiefkühltrühchen (von einer Truhe kann man bei uns nicht reden…) voller verschiedener Geschmackssorten, die man je nach belieben mischen und dem Kind servieren konnte. Und tatsächlich hat er alles ohne Probleme gegessen.

Eating for Runaways – Essen für Fortgeschrittene

Mit der Zeit kam der Hunger des Kindes, der immer größer wurde. Irgendwann haben die einfach vorbereiteten Gemüsehäppchen nicht mehr gereicht und es musste mehr her. Von einer Freundin hatte ich ein Buch geschenkt bekommen, in dem ein bisschen was zu Babyernährung geschrieben steht. Vieles wusste ich schon, ein paar der Tipps empfinde ich als schwachsinn (Babybrei gehört nicht mit der Flasche gefüttert), aber die Rezepte sind gut und geben einiges an Ideen, was man noch probieren kann.

Seitdem werden für das Mittagessen größtere Gemüse-Kartoffel-Portionen entweder mit Putenfleisch oder mit Hirseflocken vorbereitet und ebenfalls eingefroren – diesmal allerdings in größeren Behältern.

Morgens und Abends

Außerdem sind wir dazu übergegangen, auch Abends was zum Essen zu geben. Dafür haben wir Schmelzflocken, Griesbrei und Reisflocken hier, die abwechselnd je nach Anleitung angerührt und mit ein bisschen Obst (von Pflaume über Banane und Birne zu Mango und Ananas) püriert und frisch gegeben. Und das braucht er auch. Als ich einen Abend zu faul war, etwas zu machen, habe ich das die Nacht darauf direkt bereut, in der er alle paar Stunden wach war, und Nahrung verlangt hat. Seitdem wird brav Abends gefüttert.

Auch morgens gibt es inzwischen ein Frühstück für ihn, seitdem er mir meinen Haferbrei aus dem Mund geklaut hat. Aktuell sind es nur Haferflocken mit Wasser, die in der Mikrowelle gekocht und mit Obst gemischt wurden. Ich denke allerdings, ich werde demnächst mal sehen, dass ich Vollkornbrot kaufe und ihm ein bisschen was schmiere. Ich werde berichten.

 

* „Apfelsaft und Rapsöl, häh?“ mag sich vielleicht der ein oder andere denken, der sich noch nicht mit Nahrungsaufnahme beschäftigt hat. Kein Problem, kann ich erklären:
Apfelsaft enthält Vitamin C, dass die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung erleichtert. Deswegen wird der auch in die Hirseflocken mit reingemischt, wenn ich die nicht direkt mit Obst ansetze.
Rapsöl enthält, wer hätte es gedacht, Fett, welches die Aufnahme von Vitaminen aus dem Gemüse erleichtert. Deswegen kommt in jeden Babybrei immer eine gewisse Menge an Öl. Oder Butter. Außer in die Milchbreie.

Und Hirse im Brei? Nun, da ich für mich größtenteils vegetarisch lebe, wollte ich auch nicht für jeden Brei, den das Baby bekommen wird, Fleisch mitkochen, wenn es Alternativen gibt. Und die gibt es. Hirse und Hafer enthalten von Natur aus Eisen und auch Eiweiß, kann also als Fleischersatz in Breien herhalten, wenn man gerade zu fault ist zum Metzger zu gehen.…