Diese Nächte

Diese Nächte

Es gibt sie. Diese Nächte

In denen das Kind aufwacht, wenn du gerade am wegdösen bist.
In denen das Kind dann irgendwie wacher ist, als gewöhnlich.
In denen du von der einen Seite auf die andere rollst.
In denen du froh bist, wenn du mal fünf Minuten die Augen schließen kannst.
In denen du dennoch nicht schlafen kannst, weil neben dir wieder gegen die Wand gekickt wird. Alternativ schnarcht der Mann auf der anderen Seite.
In denen du es dem Kind nicht recht machen kannst.

In denen du dich freuen würdest, wenn dieses „Einschlafstillen“ noch klappt.
Und du dann irgendwann vollkommen verzweifelt versuchst das Kind mit Wasser ruhig zu stellen.
Und das Kind das Wasser toll findet – um das Bett nass zu machen.
Und du aber die Wasserflasche vor lauter Müdigkeit nicht mehr richtig vor dem Kind verstecken kannst.

Diese Nächte, in denen du versuchst, deinen Mann schlafen zu lassen, weil der um kurz vor fünf aufstehen muss um arbeiten zu gehen.
Und du dich irgendwann verzweifelt fragst, ob es nicht bitteschön langsam fünf Uhr sein kann?
Und du irgendwann auf die Uhr schaust, und bemerkst: Achja, nichtmal halb vier.

Diese Nächte, in denen das Kind am liebsten aus dem Bett klettern und spielen wollen würde.
Oder kuscheln.
Oder nicht kuscheln.
Oder mit Papa kuscheln.
Oder auch nicht kuscheln.
Irgendwie vielleicht schlafen.
Aber schlafen einfach doof ist.

Diese Nächte, in denen du dir sicher bist, bisher noch kein Auge zugetan zu haben, und irgendwann vollkommen fertig aus dem Bett fliehst.
Und doch wieder zurück kommst, weil ja jetzt der Mann mit dem Kind alleine ist.
Und der Mann doch morgen arbeiten muss.
Oder heute.
Und du dich mit dem Kind ins Kinderbett legst, in der Hoffnung, dass es so besser wird.

Diese Nächte, in denen dir der Rücken und die Beine weh tun, weil Kinderbetten einfach nicht für Erwachsene gedacht sind.
Und das Kind immer noch um sich tritt.
Weil schlafen doch doof ist.
Und die Katzen inzwischen wach sind.
Und du einfach nicht mehr kannst und mit dem Kind gemeinsam den Sonnenaufgang herbeiheulst.
Und der Mann die Katzen füttert, euch alles gute wünscht und zur Arbeit muss.

Diese Nächte, in denen das Kind dich um kurz vor fünf Uhr soweit hat, dass du das Licht anschaltest, um mit ihm zu spielen.
In denen das Kind dann ins Bett krabbelt und schlafen möchte.
Und du dich wieder dazu legst.
Und in denen du dann um halb sechs wach wirst, bemerkst das das Kind schläft.
In denen du in dein eigenes Bett fliehst.
Um eine Stunde später erneut geweckt wirst, weil das Kind dein Fehlen bemerkt.

Diese Nächte, in denen du nicht mehr kannst, und es per Rufen zu dir ins Bett lockst.
In denen du dich gar nicht richtig freuen kannst, dass es von selbst zu dir kommt, obwohl es „Nacht“ ist.
In denen du dich freust, doch noch einmal für eine Stunde die Augen zumachen zu können.

Diese Nächte eben

Auch die sind irgendwann vorbei!

 

PS: Das Beitragsbild ist aus meiner Lieblingsstickersammlung für Telegram
Selbtgemacht: Ein Schnabeltier fürs Schnabeltier

Selbtgemacht: Ein Schnabeltier fürs Schnabeltier

Schon bevor wir hier in die Wohnung gezogen sind, hat mein Mann eine Anleitung gefunden, Bilder auf Wände zu malen. Da wir sowieso einen Beamer haben, wollten wir das unbedingt ausprobieren. Von da an wollten wir das selbst probieren, konnten uns jedoch nie auf ein Motiv einigen. Als ich dann irgendwann auf Pinterest unterwegs war, um ein Motiv für ein Schnabeltier-Tattoo zu finden, habe ich dann ein Bild gefunden und mir war direkt klar..DAS ist es. Von da an hat es nur noch ein Jahr gedauert, bis wir es endlich geschafft haben, Zeit dafür zu haben. Aber Hey: Besser spät als nie!

Begonnen habe ich brav damit, dass ich die Farben in meinem Ursprungsbild umgekehrt habe. Weil mein Mann drauf bestanden hat. Wirklich dran geglaubt, dass ich damit arbeiten könnte, habe ich eigentlich nicht. Als nächstes haben wir die Farben gekauft: Einfache Wandfarbentester vom Baumarkt in den Farben, die ich haben wollte. Ein dunkles Braun für die Outlines, ein helleres Braun für die Schattierungen und rot für das Herz. Außerdem noch Abdeckfolie, damit wir unser Parkett nicht ruinieren. Das alles hat dann erst einmal ewig und drei Tage auf unserem Schrank eingestaubt, weil wir keine Zeit dafür gefunden haben. Irgendwie wollten wir das ja gemeinsam machen, aber ständig war das Kind um uns rum und… achja, das übliche halt.

Der Aufbau

Und dann haben wir neulich das Kind an Oma und Opa abgegeben, die sind mit ihm zum Spielplatz marschiert und wir haben uns an das Projekt gemacht. Beamer und Tablet wurden im Kinderzimmer aufgebaut, die beiden Bilder auf letzteres überspielt und dann ausprobiert, wie es am schönsten an der Wand wirken könnte.

Einrichten des Arbeitsplatzes
Der Beamer perfekt im Kinderkleiderschrank positioniert
Das Bett und Sofa verpackt und das Bild bereits grob an der Wand
So sah der technische Teil aus
Und so die Projektion an der Wand
Die Farben, die wir gekauft hatten
Und danach wurde gemalt

Da wir beim kaufen schon gesehen hatten, dass die Tester mit Pinsel im Deckel haben, haben wir darauf verzichtet extra Pinsel zu kaufen. Bei den ersten Strichen habe ich uns für diese Entscheidung verflucht: Die zu malenden Striche waren viel zu dünn für den dicken Pinsel. Nachdem ich den ersten Fuß vollendet hatte, ging es aber langsam. Ich habe mich an den Pinsel gewöhnt und gelernt, wie ich damit einigermaßen dünne Linien zaubern konnte.

Wie man auf den Fotos erkennen kann, habe ich auch tatsächlich größtenteils mit der farbumgekehrten Version des Ausgangsbildes gemalt. Bei dieser musste ich lediglich die weißen Linien ausmalen – das war tatsächlich echt angenehm.

Immer brav von links nach rechts malen
Wenn man ins Beamerlicht getreten ist, konnte man das selbstgemalte supergut überprüfen
Die „Farbe“ kommt ins Spiel
Nach den Outlines kamen die Farben
Ich hab mir die Pinsel der Farben zu nutze gemacht: nicht ganz so viel Farbe aufgenommen und diese eher grob auf der Wand verteilt – im Gegensatz zu der flächig aufgetragenen Farbe der Outlines
Dieselbe Technik habe ich dann auch für das Herz genutzt
Wolken, wir brauchen Wolken

Als nächstes kamen dann die Wolken. Ursprünglich hatten wir überlegt diese überhaupt nicht zu malen, weil die auf dem Ausgangsbild abgeschnitten waren. Als ich mit dem Schnabeltier und dem Herz fertig war, kam es mir allerdings vor, als würde ohne die etwas fehlen. Also habe ich mich dazu entschlossen die Wolken zu malen. An den Stellen, an denen sie abgeschnitten waren, habe ich dann einfach selbst versucht, die Wolken zu vervollständigen.

Hat ungefähr geklappt.

Unsere kleine Schnabeltieridylle

Ich bin unheimlich stolz auf dieses Bild. Bisher haben wir keine Farben und wenig Bilder in der Wohnung aufgehangen. Das werden wir in naher Zukunft ändern und das Schnabeltier hier ist nur ein Anfang.

Und es ist toll geworden. Jetzt hat mein kleines Schnabeltier eines, das über seinen Schlaf wacht.…

Selbstgemacht: Apfelpfannkuchen

Selbstgemacht: Apfelpfannkuchen

In der Zeit, in der ich durch die Essensseiten im Internet gezogen bin, bin ich bestimmt hunderte male über eine Sache gestolpert: Bananenpfannkuchen. Wenig Zutaten, die „man immer im Haus“ hat, ein schnell zusammengeschmissener Teig und überhaupt: viel gesünder als normale Pfannkuchen. Und Low Carb. Und Glutenfrei. Und Milchfrei. Und…sowieso alles, womit man den gängigen Internethipster bekommen kann. Will sagen: ich bin so oft über diese Zusammensetzung gestolpert, dass ich es gar nicht zählen kann. Und mein Mann, der eher nicht der Familienkoch ist, hat die für sich auch schon zusammengeworfen und war glücklich.

Naja, alles schön und gut. Da gibt es nur ein Problem für mich: Ich kann Bananen nicht ausstehen. Ihbäh und Pfui! Damit bekommt man mich überall rausgeekelt. Ich gebe zu, dass das das (hihi) Kinderfüttern manchmal echt schwer macht. In dem Moment, in dem es seine „nane“ verlangt, der Mann nicht greifbar ist, und man sich an diesem schleimigen Zeug abmühen muss. Und das Kind dann auch noch beschließt, seine Bananenfinger an dir abzuschmieren…BWÄÄÄH.

Und wenn man dann irgendwie was schnelles zum Mittagessen zusammenwerfen möchte, nicht viel zu Essen da hat und irgendwie Mann, Kind und sich selbst beglücken will, dann muss man als Mutter doch sowieso immer kreativ sein. Also war da nicht nur die Erinnerung an das Pfannkuchenrezept in meinem Kopf, sondern eben auch der Wunsch, etwas eigenes draus zu machen. Außerdem hatten wir heute gar keine Bananen zu Hause. Aber Äpfel waren da, die unbedingt weg mussten. Also habe ich einfach selbst ein bisschen gezaubert.

Tada: Apfelpfannkuchen!

Man braucht:

2 Äpfel
4 Eier
ca 50g Haferflocken
Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Äpfel schälen und grob zerkleinern. Dabei auch das Kerngehäuse entfernen. Eier und Äpfel in ein hohes Rührgefäß geben. Mit einem Pürierstab klein machen und zusammen mischen. Nach und nach die Haferflocken dazu geben. Dabei habe ich vor allem drauf geachtet, dass ich in etwa eine pfannkuchenteigartige Konsistenz zusammen bekommen habe – also noch relativ flüssig.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich habe den Teig in einem Messbecher gemacht, wodurch ich ihn einfach in die Pfanne gießen. Am besten machen sich viele kleine Teigfladen in der Pfanne. Große Pfannkuchen machen sich schwer umzudrehen. Auf beiden Seiten ein paar Minuten ausbacken – fertig!

Der Teig im Rührgefäß
Drei Pfannkuchen in einer Pfanne!
Unattraktive Bilder schießen? Kann ich!

Und hats geschmeckt?

Ganz offensichtlich! Ein bisschen haben sie an Omletts erinnert, die eine leichte Apfelnote mit drinnen haten. Durch das rühren mit dem Pürierstab ist unglaublich viel Luft in den Teig gegekommen, was sie sehr fluffig gemacht hat. Wir haben dann selbst noch ein bisschen Honig, Nutella, Ernduss- oder Mandelmus drauf geschmiert. Je nach individuellem Geschmack natürlich. Die Menge hat für uns drei…gereicht. Mein Mann wollte danach unbedingt noch etwas essen, hat aber brav durchgehalten, bis wir mit dem Einkauf durch waren.

Wenn ihr das mal ausprobiert, sagt mal bescheid. Ich bin doch neugierig.

 …