Ein kleiner Laufbericht

Um kurz nach acht langsam fertig machen, um das Kind spätestens um 9 in der Kita abgeben zu können.
Kurz vor 9 da sein, Kind abgeben.
Um kurz nach 9 Uhr heim geschickt werden, weil das Kind anscheinend keine Probleme macht.
Halb 10 zu Hause ankommen.

Kurze Pause

Um 10 wieder los müssen, weil man um halb 11 wieder in der Kita sein muss, um das Kind wieder abholen soll.

Einer der Gründe, warum ich in die Nähere Kita wollte.
Andererseits kann man aber auch sagen: Eingewöhnung läuft. Ich muss nur mein Fahrrad mal aus dem Winterschlaf erwecken (lassen. Schaaaatz? 🙂 )…

Namensgebung Part 2

Ich glaube ich habe vor einer halben Ewigkeit schon einmal erwähnt, dass ich Namensgebung schwierig finde. Vor allem wenn man Bedenken muss, dass das Kind den Rest seines Lebens mit dem leben muss, was man als Eltern zusammenschustert.

Dabei gibt es so wunderschöne Namen! Namen, die ich einem Kind jederzeit geben würde. Weil sie vom Klang her toll sind. Oder wunderschöne Bedeutungen haben. Aber man ist ja nicht allein Verantwortlich dafür. Und was einem selbst gefällt, kann dem Partner nicht gefallen. Das übliche Halt.

Am schlimmsten finde ich allerdings Namen, die man aus anderen Gründen nicht geben kann. Hier meine Top drei:

Platz 3: Loki

In der nordischen Mythologie, in der ich aktuell irgendwie gerne nach Namen grabe, war Loki ein Gott. Der Gott des Feuers, der Lügen und der Täuschung. Wahrscheinlich noch vieles mehr. Eigentlich eine unglaublich interessante Figur und von den Göttern derjenige, der den negativsten Beigeschmack hat. Trotzdem finde ich ihn (vielleicht aufgrund der Buchreihe, die ich gerade gehört habe) irgendwie sympathisch. Und der Name ist auch schöner als Thor oder Odin oder Baldr. ER klingt nicht so hochgestochen, nicht so ehr erbietend. Er wirkt, nur für sich genommen, kurz, frech und frisch.

Das Problem daran? Mein Mann hat mich mit großen Augen angestarrt, als ich es WAGTE diesen Namen in Erwägung zu ziehen. Ich kanns verstehen. Vor ein paar Jahren war die nordische Mythologie vielleicht nicht ganz so „bekannt“, wie sie es heute ist. Marvel sei dank. Auch wenn das, was die Comicindustrie da aus der eigentlichen Mythologie gemacht hat ist allein der Gedanke, das Kind nach einer 0815-Superhelden-Filmfigur zu benennen halt grausam. Schade.

Platz 2: Siiri

Habe ich erwähnt, dass ich gerne in der skandinavischen Ecke Wühle? Dieser Name ist mir schon vor Jahren über die Füße gestolpert. Und ich meine wirklich: Vor Jahren! Keine Ahnung, ob es damals überhaupt schon iPhones und Co. gab. Siiri kommt aus dem Finnischen und steht für „schöne Siegerin“. Toller Name, wunderschöne Klang, tolle Bedeutung. Aber auch hier. Der Ungläubige Blick.

Kann ich was dafür, dass Apple sich einfach ausgerechnet diesen Namen gekrallt hat, um sein beklopptes digitales Sprachassistenzsystem zu benennen?! Nein. Dennoch fällt er genau deswegen flach. Ich könnte heulen.

Platz 1: Lily

Noch bevor ich auf „Siiri“ gekommen bin, war mir klar, dass der Name meiner Tochter eines Tages Lily sein würde. Ganz sicher. Hundert Prozent. Und dann kam die Gesellschaft. Keine Ahnung, woran das lag. Auf jeden Fall hat Lily in der Zeit, in der ich den Namen gerne geben würde einen Sprung in die gefühlte Top10 der Kindernamen gemacht. (schaut euch diese Statistik an!) Und das wiederum will ich nicht.  Vermutlich habe ich das schonmal erwähnt, aber hier noch einmal: Ich finde Modenamen doof. Und ich finde es schrecklich, dass ausgerechnet mein All-Time-Favorite sich zu einem Solchen gemausert hat. Eine Weile lang habe ich daran gedacht, wenigstens als Zweitnamen Lily zu nehmen. Aber auch das wäre mir irgendwie doof vorgekommen.

Ersatz hätte ich sogar gehabt: Ich hätte auch gerne Lilian als „Langform“ genutzt. Das wiederum gefiel meinem Mann, der mit Lily einverstanden gewesen wäre, nicht. Immer die selben Probleme.

Fazit

Mein Hass auf Apple, Marvel und die Gesellschaft aufgrund der Ungebbarkeit dieser Namen ist unendlich.

Aber lasst euch gesagt sein: Sollte es so kommen, wie die Frauenärztin mir prophezeit hat, rein geschlechtlich, dann haben wir eine Namenskombination gefunden. Eine, die uns beiden unheimlich gut gefällt, und die uns bisher noch keine doofen Sprüche eingeheimst hat, wie das bei dem Schnabeltier der Fall war. Achja, wir sind verliebt <3

Und ihr so? Habt ihr Lieblingsnamen, die ihr aus irgendwelchen Gründen nicht geben könnt? Welche? Und warum? Was haltet ihr von meinen Lieblingen? Würde mich wirklich interessieren. Ab in die Kommentare damit!…

Ohjemineohjemine

Nach wie vor kann ich es nicht fassen, wie schnell die Zeit verfliegt. Und vor allem, wie groß mein kleiner großer Junge inzwischen ist. Wie groß und wie weit und wie unglaublich cool. Dennoch haben wir jetzt ein Thema vor uns, dass mir wahrscheinlich mehr Angst macht, als ihm selbst. Zumal er ja noch gar nichts damit anfangen kann, egal wie viel ich davon rede.

Morgen gehen wir in die Kita

Jawohl! Richtig gelesen. Der erste Tag der Kitaeingewöhnung steht an. Und während mein Schnabeltierchen sich immer freut, wenn ich das erzähle, wird mir mit jeder Stunde immer mulmiger im Bauch. Ich hab sogar heute Nacht davon geträumt, ihn da hin zu bringen. Und dabei ist das doch eigentlich nichts!

Gerade in den ersten Tagen Kitaeingewöhnung bin ich doch dabei. Und so wie ich mein Kind kenne, wird es ihn total freuen. Andere Kinder (Okay, erst einmal daneben stehen und schauen wird Standard), viel Spielzeug, viel Toben, viel Chaos machen.

Und ich als Mama werde daneben sitzen, zu sehen wie das Kind sich freut. Sich einlebt. Und irgendwann gehen dürfen. Mein Kind ein paar Stunden alleine lassen. Wie so viele andere Eltern vor mir. Und ganz viele nach mir ebenso. Die haben bestimmt auch ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Und eine Umgebung, die sagt „Ach, das ist doch gar nicht so schlimm.“

Natürlich ist das gar nicht so schlimm. Theoretisch weiß ich das. Sagt das aber mal meinem Bauch. Mein Bauch hat in den letzten zwei Jahren das Kind nur sehr selten aus den Augen gelassen. Und wenn, dann eben an die Omas. Für ein paar Stunden. Einmal. Einen Tag lang. Für meinen Bauch ist das was anderes.

Ich weiß, dass wir das schaffen werden. Ein komisches Gefühl bleibt trotzdem. Also nur noch eine Nacht schlafen.

Augen zu und durch!…