Selbtgemacht: Ein Schnabeltier fürs Schnabeltier

Selbtgemacht: Ein Schnabeltier fürs Schnabeltier

Schon bevor wir hier in die Wohnung gezogen sind, hat mein Mann eine Anleitung gefunden, Bilder auf Wände zu malen. Da wir sowieso einen Beamer haben, wollten wir das unbedingt ausprobieren. Von da an wollten wir das selbst probieren, konnten uns jedoch nie auf ein Motiv einigen. Als ich dann irgendwann auf Pinterest unterwegs war, um ein Motiv für ein Schnabeltier-Tattoo zu finden, habe ich dann ein Bild gefunden und mir war direkt klar..DAS ist es. Von da an hat es nur noch ein Jahr gedauert, bis wir es endlich geschafft haben, Zeit dafür zu haben. Aber Hey: Besser spät als nie!

Begonnen habe ich brav damit, dass ich die Farben in meinem Ursprungsbild umgekehrt habe. Weil mein Mann drauf bestanden hat. Wirklich dran geglaubt, dass ich damit arbeiten könnte, habe ich eigentlich nicht. Als nächstes haben wir die Farben gekauft: Einfache Wandfarbentester vom Baumarkt in den Farben, die ich haben wollte. Ein dunkles Braun für die Outlines, ein helleres Braun für die Schattierungen und rot für das Herz. Außerdem noch Abdeckfolie, damit wir unser Parkett nicht ruinieren. Das alles hat dann erst einmal ewig und drei Tage auf unserem Schrank eingestaubt, weil wir keine Zeit dafür gefunden haben. Irgendwie wollten wir das ja gemeinsam machen, aber ständig war das Kind um uns rum und… achja, das übliche halt.

Der Aufbau

Und dann haben wir neulich das Kind an Oma und Opa abgegeben, die sind mit ihm zum Spielplatz marschiert und wir haben uns an das Projekt gemacht. Beamer und Tablet wurden im Kinderzimmer aufgebaut, die beiden Bilder auf letzteres überspielt und dann ausprobiert, wie es am schönsten an der Wand wirken könnte.

Einrichten des Arbeitsplatzes
Der Beamer perfekt im Kinderkleiderschrank positioniert
Das Bett und Sofa verpackt und das Bild bereits grob an der Wand
So sah der technische Teil aus
Und so die Projektion an der Wand
Die Farben, die wir gekauft hatten
Und danach wurde gemalt

Da wir beim kaufen schon gesehen hatten, dass die Tester mit Pinsel im Deckel haben, haben wir darauf verzichtet extra Pinsel zu kaufen. Bei den ersten Strichen habe ich uns für diese Entscheidung verflucht: Die zu malenden Striche waren viel zu dünn für den dicken Pinsel. Nachdem ich den ersten Fuß vollendet hatte, ging es aber langsam. Ich habe mich an den Pinsel gewöhnt und gelernt, wie ich damit einigermaßen dünne Linien zaubern konnte.

Wie man auf den Fotos erkennen kann, habe ich auch tatsächlich größtenteils mit der farbumgekehrten Version des Ausgangsbildes gemalt. Bei dieser musste ich lediglich die weißen Linien ausmalen – das war tatsächlich echt angenehm.

Immer brav von links nach rechts malen
Wenn man ins Beamerlicht getreten ist, konnte man das selbstgemalte supergut überprüfen
Die „Farbe“ kommt ins Spiel
Nach den Outlines kamen die Farben
Ich hab mir die Pinsel der Farben zu nutze gemacht: nicht ganz so viel Farbe aufgenommen und diese eher grob auf der Wand verteilt – im Gegensatz zu der flächig aufgetragenen Farbe der Outlines
Dieselbe Technik habe ich dann auch für das Herz genutzt
Wolken, wir brauchen Wolken

Als nächstes kamen dann die Wolken. Ursprünglich hatten wir überlegt diese überhaupt nicht zu malen, weil die auf dem Ausgangsbild abgeschnitten waren. Als ich mit dem Schnabeltier und dem Herz fertig war, kam es mir allerdings vor, als würde ohne die etwas fehlen. Also habe ich mich dazu entschlossen die Wolken zu malen. An den Stellen, an denen sie abgeschnitten waren, habe ich dann einfach selbst versucht, die Wolken zu vervollständigen.

Hat ungefähr geklappt.

Unsere kleine Schnabeltieridylle

Ich bin unheimlich stolz auf dieses Bild. Bisher haben wir keine Farben und wenig Bilder in der Wohnung aufgehangen. Das werden wir in naher Zukunft ändern und das Schnabeltier hier ist nur ein Anfang.

Und es ist toll geworden. Jetzt hat mein kleines Schnabeltier eines, das über seinen Schlaf wacht.…

Selbstgemacht: Apfelpfannkuchen

Selbstgemacht: Apfelpfannkuchen

In der Zeit, in der ich durch die Essensseiten im Internet gezogen bin, bin ich bestimmt hunderte male über eine Sache gestolpert: Bananenpfannkuchen. Wenig Zutaten, die „man immer im Haus“ hat, ein schnell zusammengeschmissener Teig und überhaupt: viel gesünder als normale Pfannkuchen. Und Low Carb. Und Glutenfrei. Und Milchfrei. Und…sowieso alles, womit man den gängigen Internethipster bekommen kann. Will sagen: ich bin so oft über diese Zusammensetzung gestolpert, dass ich es gar nicht zählen kann. Und mein Mann, der eher nicht der Familienkoch ist, hat die für sich auch schon zusammengeworfen und war glücklich.

Naja, alles schön und gut. Da gibt es nur ein Problem für mich: Ich kann Bananen nicht ausstehen. Ihbäh und Pfui! Damit bekommt man mich überall rausgeekelt. Ich gebe zu, dass das das (hihi) Kinderfüttern manchmal echt schwer macht. In dem Moment, in dem es seine „nane“ verlangt, der Mann nicht greifbar ist, und man sich an diesem schleimigen Zeug abmühen muss. Und das Kind dann auch noch beschließt, seine Bananenfinger an dir abzuschmieren…BWÄÄÄH.

Und wenn man dann irgendwie was schnelles zum Mittagessen zusammenwerfen möchte, nicht viel zu Essen da hat und irgendwie Mann, Kind und sich selbst beglücken will, dann muss man als Mutter doch sowieso immer kreativ sein. Also war da nicht nur die Erinnerung an das Pfannkuchenrezept in meinem Kopf, sondern eben auch der Wunsch, etwas eigenes draus zu machen. Außerdem hatten wir heute gar keine Bananen zu Hause. Aber Äpfel waren da, die unbedingt weg mussten. Also habe ich einfach selbst ein bisschen gezaubert.

Tada: Apfelpfannkuchen!

Man braucht:

2 Äpfel
4 Eier
ca 50g Haferflocken
Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Äpfel schälen und grob zerkleinern. Dabei auch das Kerngehäuse entfernen. Eier und Äpfel in ein hohes Rührgefäß geben. Mit einem Pürierstab klein machen und zusammen mischen. Nach und nach die Haferflocken dazu geben. Dabei habe ich vor allem drauf geachtet, dass ich in etwa eine pfannkuchenteigartige Konsistenz zusammen bekommen habe – also noch relativ flüssig.
Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich habe den Teig in einem Messbecher gemacht, wodurch ich ihn einfach in die Pfanne gießen. Am besten machen sich viele kleine Teigfladen in der Pfanne. Große Pfannkuchen machen sich schwer umzudrehen. Auf beiden Seiten ein paar Minuten ausbacken – fertig!

Der Teig im Rührgefäß
Drei Pfannkuchen in einer Pfanne!
Unattraktive Bilder schießen? Kann ich!

Und hats geschmeckt?

Ganz offensichtlich! Ein bisschen haben sie an Omletts erinnert, die eine leichte Apfelnote mit drinnen haten. Durch das rühren mit dem Pürierstab ist unglaublich viel Luft in den Teig gegekommen, was sie sehr fluffig gemacht hat. Wir haben dann selbst noch ein bisschen Honig, Nutella, Ernduss- oder Mandelmus drauf geschmiert. Je nach individuellem Geschmack natürlich. Die Menge hat für uns drei…gereicht. Mein Mann wollte danach unbedingt noch etwas essen, hat aber brav durchgehalten, bis wir mit dem Einkauf durch waren.

Wenn ihr das mal ausprobiert, sagt mal bescheid. Ich bin doch neugierig.

 …

Immer dasselbe Drama

Immer dasselbe Drama

Andere Eltern kennen das Drama bestimmt auch: Ab ins Bett jetzt! Das Kind ist müde, man selbst will auch endlich mal seine Auszeit genießen, aber schlafen? Selbst? NIEMALS! Und so geht das abendliche hin und her los. Ich lese im Internet immer viel über Rituale, die dem Kind helfen sollen, runter zu kommen. Immer das gleiche zu tun, einen festen Rahmen haben, damit das Kind merkt: Oha. Jetzt geht es also schlafen. Na dann mache ich mal lieber die Augen zu. Kommt eh nix mehr.

Beim Schnabeltier klappt es… suboptimal. klar, es gibt Phasen, in denen unsere Rituale super durchkommen und er quasi umkippt. Und dann gibt es eben die restlichen Nächte. Da singt er mir noch sein „dadadadada“ vor, strampelt fröhlich durch die Gegend, will am liebsten durchs Zimmer tanzen.

Ich habe nicht die Lösung

Festgestellt habe ich allerdings neulich, dass es kleine Dinge gibt, die uns helfen können. Wir haben unser kleines Ritual: Wickeln, Schlafanzug an, Zähneputzen, Sonne geben. Danach lege ich mich zu ihm ins Bett, er darf noch ein bisschen am Busen nuckeln, danach wird eng gekuschelt und La-Le-Lu gesungen. Immer und immer wieder. Wenn ich nicht mehr singen will oder merke, dass er langsamer wird, dann wird nur noch gesummt. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich dieses Lied inzwischen raus und runter gesungen habe. Es ist schlimm, aber irgendwie das Lied, dass ich am liebsten vor mir hinsinge.

Die Kuschelzeit kann alles sein. 5 Minuten. eine halbe Stunde. Drei Stunden. Okay, wenn es drei Stunden sind – leider auch schon vorgekommen – dann wechseln mein Mann und ich uns glücklicherweise immer wieder ab. Wenn der eine nicht mehr singen kann, tauschen wir.

Aber für mich eine kleine Hilfe

Allerdings habe ich in den letzten Tagen etwas festgestellt: Kleine Dinge, die man in der Umgebung anders macht helfen. Das Dachfenster in seinem Zimmer, für das wir leider aktuell noch kein Verdunklungsrollo haben – hallo Geldprobleme – hängen wir zum Beispiel aktuell Abends mit einem leeren Bettbezug ab. Hundert Prozent dunkel macht das auch nicht, aber es dimmt die Lichtstimmung.

Jetzt im Sommer habe ich das Kind sehr ungerne in Schlafanzug und Schlafsack hingelegt: von keinem von beiden könnte er sich befreien, wenn ihm nachts zu heiß werden sollte. Also haben wir ihn meistens nur im Schlafanzug hingelegt. Hat geklappt, schön war es aber irgendwie nicht. Und dann habe ich mir gedacht: Warum habe ich eigentlich noch immer kein Bettzeug bei ihm im Bett? Mich würde es doch auch stören, komplett ohne Decke da zu liegen!

Also habe ich die Decke und das Kissen, die wir mit seinem Bett zusammen bekommen haben aus dem Schrank geholt, bezogen und zu ihm ins Bett gelegt. Vielleicht interpretiere ich in diese neue, kuschelige Atmosphäre viel zu viel rein, aber ich habe echt das Gefühl, dass er seitdem viel besser und schneller einschlafen kann. Mal sehen wie sehr sich das ändert, wenn ich jetzt diesen Text veröffentliche. Man soll ja nichts verschreien……