Immer dasselbe Drama

Immer dasselbe Drama

Andere Eltern kennen das Drama bestimmt auch: Ab ins Bett jetzt! Das Kind ist müde, man selbst will auch endlich mal seine Auszeit genießen, aber schlafen? Selbst? NIEMALS! Und so geht das abendliche hin und her los. Ich lese im Internet immer viel über Rituale, die dem Kind helfen sollen, runter zu kommen. Immer das gleiche zu tun, einen festen Rahmen haben, damit das Kind merkt: Oha. Jetzt geht es also schlafen. Na dann mache ich mal lieber die Augen zu. Kommt eh nix mehr.

Beim Schnabeltier klappt es… suboptimal. klar, es gibt Phasen, in denen unsere Rituale super durchkommen und er quasi umkippt. Und dann gibt es eben die restlichen Nächte. Da singt er mir noch sein „dadadadada“ vor, strampelt fröhlich durch die Gegend, will am liebsten durchs Zimmer tanzen.

Ich habe nicht die Lösung

Festgestellt habe ich allerdings neulich, dass es kleine Dinge gibt, die uns helfen können. Wir haben unser kleines Ritual: Wickeln, Schlafanzug an, Zähneputzen, Sonne geben. Danach lege ich mich zu ihm ins Bett, er darf noch ein bisschen am Busen nuckeln, danach wird eng gekuschelt und La-Le-Lu gesungen. Immer und immer wieder. Wenn ich nicht mehr singen will oder merke, dass er langsamer wird, dann wird nur noch gesummt. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich dieses Lied inzwischen raus und runter gesungen habe. Es ist schlimm, aber irgendwie das Lied, dass ich am liebsten vor mir hinsinge.

Die Kuschelzeit kann alles sein. 5 Minuten. eine halbe Stunde. Drei Stunden. Okay, wenn es drei Stunden sind – leider auch schon vorgekommen – dann wechseln mein Mann und ich uns glücklicherweise immer wieder ab. Wenn der eine nicht mehr singen kann, tauschen wir.

Aber für mich eine kleine Hilfe

Allerdings habe ich in den letzten Tagen etwas festgestellt: Kleine Dinge, die man in der Umgebung anders macht helfen. Das Dachfenster in seinem Zimmer, für das wir leider aktuell noch kein Verdunklungsrollo haben – hallo Geldprobleme – hängen wir zum Beispiel aktuell Abends mit einem leeren Bettbezug ab. Hundert Prozent dunkel macht das auch nicht, aber es dimmt die Lichtstimmung.

Jetzt im Sommer habe ich das Kind sehr ungerne in Schlafanzug und Schlafsack hingelegt: von keinem von beiden könnte er sich befreien, wenn ihm nachts zu heiß werden sollte. Also haben wir ihn meistens nur im Schlafanzug hingelegt. Hat geklappt, schön war es aber irgendwie nicht. Und dann habe ich mir gedacht: Warum habe ich eigentlich noch immer kein Bettzeug bei ihm im Bett? Mich würde es doch auch stören, komplett ohne Decke da zu liegen!

Also habe ich die Decke und das Kissen, die wir mit seinem Bett zusammen bekommen haben aus dem Schrank geholt, bezogen und zu ihm ins Bett gelegt. Vielleicht interpretiere ich in diese neue, kuschelige Atmosphäre viel zu viel rein, aber ich habe echt das Gefühl, dass er seitdem viel besser und schneller einschlafen kann. Mal sehen wie sehr sich das ändert, wenn ich jetzt diesen Text veröffentliche. Man soll ja nichts verschreien……

Irgendwas ist immer zuende

Nennt es jammern auf hohem Niveau, aber: Warum ist am Ende des Geldes eigentlich so viel Monat übrig?!

Okay, Frage gestellt, bitte weiter gehen.

Nein? Okay, dann will ich noch ein paar Worte dazu verlieren. Ich weiß sehr wohl, dass ich auf einem sehr hohem Niveau meckere. Aber manchmal muss eben auch dieses gemeckere sein. Und weil mein Blog eben der Ort ist, an dem ich am ehesten mein Meckern loswerden kann, bekommt der das alles ab. Wer es nicht lesen will, der sei versichert, dass er jetzt gerne diesen Browsertab schließen darf.

Die Grundsituation

Wie manche hier vielleicht wissen, bin ich jetzt in meinem zweiten Jahr Elternzeit. Und wer die Regelungen zur Elternzeit kennt, der weiß, dass es zwei Jahre Elterngeld nur gibt, wenn man sein Geld für ein Jahr halbiert und sich die andere Hälfte im zweiten Jahr auszahlen lässt. Das ist genau das, was ich mache. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass für Notzeiten ja noch ein Sparkonto da ist, auf das wir zurück greifen können.

Irgendwie hat es das erste Jahr ohne Probleme geklappt. Wir sind Geldtechnisch hingekommen. Ich habe zwar gemerkt, dass es eben weniger war, dass ich auf dem Konto hatte, aber es wurde nie „zu“ wenig. Seit mein Mann nun seine zwei Monate Elternzeit hatte, ist es irgendwie anders. In der Zeit ist ja auch ein Teil seines Gehalts weg gefallen, zeitgleich haben wir viel unternommen. Das ist unseren Kontos nicht unbedingt gut bekommen.

Jetzt arbeitet er seit ein paar Monaten bereits wieder, und wir sind immer noch am überlegen, wie wir hinkommen. Und wie gesagt: es ist ein Luxusproblem. Solang wir noch das teure Futter für unsere Katzen und die Kochboxen für uns bestellen können, sind wir nicht arm. Ein Glück. Zurück zu KitteKat und Co. möchte ich meine Vierbeinern nicht antun. Die können ja am wenigsten dafür, dass ich unbedingt zwei Jahre Babypause machen wollte. Unsere Konsequenz ist jetzt erst einmal, nicht die teuren Lebensmittel aus der Region, sondern die Discounterware zu kaufen, wenn sich das anbietet. Mal eine Kochbox aussetzen, wenn es gerade eh nichts gutes gibt. Kein technisches Spielzeug – und keine DVDs! – für uns beide mehr kaufen. Solche Sachen eben, bis wir wieder in einer Situation sind, in der ich nicht am Ende des Monats überlegen muss, schon wieder einen Teil vom Sparkonto auf meines zu schieben, nur damit wir was zum Essen bezahlen können.

Raus da

Bestimmt gäbe es andere Möglichkeiten für uns. Ich könnte das Schnabeltier früher als gewünscht in einer Kita anmelden und doch Teilzeit arbeiten gehen. Ich könnte mich besser mit den ganzen Anträgen, die es so gibt auseinander setzen und überlegen, wo ich denn besser noch Hilfen beantragen kann. Aber das will ich nicht. Aktuell geht es uns ja noch gut genug, dass mein Gemecker eben nur Gemecker ist. Wir kommen zurecht miteinander. Und Kitaplätze sind bei uns im Ort so rar wie überall anders aktuell eben auch.

Zumal ich ja nach meiner Elternzeit höchstwahrscheinlich sowieso in Teilzeit arbeiten gehen werde. Eine 45-Stunden Woche mit Kind zu Hause (aka in der Kita) will ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Also wird auch in Zukunft das Geld immer irgendwie knapper sein, als vor der Geburt. Das war aber von Anfang an klar. Wir zwei werden uns da schon durchbeißen. Und wenn es sein muss, werde ich schauen, dass ich für die restlichen Monate etwas finde, dass ich am Wochenende machen kann, um auch ein bisschen Geld zu verdienen. Dann muss halt der Papa auf den Kleinen aufpassen. Die beiden können ja gut miteinander.

Wir packen das alles. Krümlgemecker over.…

Kinderlieder umgedichtet – Talk

Wenn es darum geht neue Texte auf bekannte Melodien zu finden und damit Kinderlieder für uns Eltern ein bisschen abwechslungsreicher zu machen, dann ist mein Mann da ganz vorne mit dabei. Aktuell ist das „Lied vom Wecken“ sein größter Favorit.

Um es kurz zu machen: Es handelt davon, was man sich alles vom Markt kauft, um den zu besingenden morgens zu wecken. Am Ende jeder Strophe werden alle Weckgeräte mitsamt Geräuschen aufgezählt. Das original hat 5 Strophen, mein Mann hat…mehr.

Neulich hat er zum Beispiel einen Düsenjet und einen Marsmenschen vom Markt gekauft. Auf die Frage hin, was das denn für ein Markt sei, auf den er da gehe, konnte er allerdings nicht befriedigend antworten. Ich vermute einen Schwarzmarkt und sollte vielleicht seine Aktivitäten außer Haus besser im Auge behalten.
Allerdings hat mir auch das Geräusch des Düsenjets gefallen: Brweeeehm, Brweeeeehm, so wie ein Formel 1-Wagen.

Eine neue Kuriosität beim einkaufen gehen hat er neulich beim Abendwickeln gezeigt.

Im Kinderzimmer, da wird gesungen

Papa: Wenn ich zum Park geh…
Mama wickelt vor sich hin, Kind lacht.
Papa: … dann kauf ich mir ein Eichhörnchen […]
Mama: Und ich dachte, da kommt jetzt was Gesellschaftskritisches. „Wenn ich zum Park geh, dann kauf ich mir ne Packung Heroin“ oder so.
Papa: Das klingt, als könnte man Heroin als eine Packung kaufen, so wie Taschentücher. Mit Werbung und Inhaltsstoffen…
Mama: Ich hoffe doch mal, das Heroin Inhaltsstoffe haben wird. Als Homöopathisches Mittel macht das doch gar keinen Spaß!

Was bin ich froh, dass unser Kind noch nicht mitbekommt, was seine Eltern für einen Quatsch erzählen können……