Irgendwas ist immer zuende

Nennt es jammern auf hohem Niveau, aber: Warum ist am Ende des Geldes eigentlich so viel Monat übrig?!

Okay, Frage gestellt, bitte weiter gehen.

Nein? Okay, dann will ich noch ein paar Worte dazu verlieren. Ich weiß sehr wohl, dass ich auf einem sehr hohem Niveau meckere. Aber manchmal muss eben auch dieses gemeckere sein. Und weil mein Blog eben der Ort ist, an dem ich am ehesten mein Meckern loswerden kann, bekommt der das alles ab. Wer es nicht lesen will, der sei versichert, dass er jetzt gerne diesen Browsertab schließen darf.

Die Grundsituation

Wie manche hier vielleicht wissen, bin ich jetzt in meinem zweiten Jahr Elternzeit. Und wer die Regelungen zur Elternzeit kennt, der weiß, dass es zwei Jahre Elterngeld nur gibt, wenn man sein Geld für ein Jahr halbiert und sich die andere Hälfte im zweiten Jahr auszahlen lässt. Das ist genau das, was ich mache. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass für Notzeiten ja noch ein Sparkonto da ist, auf das wir zurück greifen können.

Irgendwie hat es das erste Jahr ohne Probleme geklappt. Wir sind Geldtechnisch hingekommen. Ich habe zwar gemerkt, dass es eben weniger war, dass ich auf dem Konto hatte, aber es wurde nie „zu“ wenig. Seit mein Mann nun seine zwei Monate Elternzeit hatte, ist es irgendwie anders. In der Zeit ist ja auch ein Teil seines Gehalts weg gefallen, zeitgleich haben wir viel unternommen. Das ist unseren Kontos nicht unbedingt gut bekommen.

Jetzt arbeitet er seit ein paar Monaten bereits wieder, und wir sind immer noch am überlegen, wie wir hinkommen. Und wie gesagt: es ist ein Luxusproblem. Solang wir noch das teure Futter für unsere Katzen und die Kochboxen für uns bestellen können, sind wir nicht arm. Ein Glück. Zurück zu KitteKat und Co. möchte ich meine Vierbeinern nicht antun. Die können ja am wenigsten dafür, dass ich unbedingt zwei Jahre Babypause machen wollte. Unsere Konsequenz ist jetzt erst einmal, nicht die teuren Lebensmittel aus der Region, sondern die Discounterware zu kaufen, wenn sich das anbietet. Mal eine Kochbox aussetzen, wenn es gerade eh nichts gutes gibt. Kein technisches Spielzeug – und keine DVDs! – für uns beide mehr kaufen. Solche Sachen eben, bis wir wieder in einer Situation sind, in der ich nicht am Ende des Monats überlegen muss, schon wieder einen Teil vom Sparkonto auf meines zu schieben, nur damit wir was zum Essen bezahlen können.

Raus da

Bestimmt gäbe es andere Möglichkeiten für uns. Ich könnte das Schnabeltier früher als gewünscht in einer Kita anmelden und doch Teilzeit arbeiten gehen. Ich könnte mich besser mit den ganzen Anträgen, die es so gibt auseinander setzen und überlegen, wo ich denn besser noch Hilfen beantragen kann. Aber das will ich nicht. Aktuell geht es uns ja noch gut genug, dass mein Gemecker eben nur Gemecker ist. Wir kommen zurecht miteinander. Und Kitaplätze sind bei uns im Ort so rar wie überall anders aktuell eben auch.

Zumal ich ja nach meiner Elternzeit höchstwahrscheinlich sowieso in Teilzeit arbeiten gehen werde. Eine 45-Stunden Woche mit Kind zu Hause (aka in der Kita) will ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Also wird auch in Zukunft das Geld immer irgendwie knapper sein, als vor der Geburt. Das war aber von Anfang an klar. Wir zwei werden uns da schon durchbeißen. Und wenn es sein muss, werde ich schauen, dass ich für die restlichen Monate etwas finde, dass ich am Wochenende machen kann, um auch ein bisschen Geld zu verdienen. Dann muss halt der Papa auf den Kleinen aufpassen. Die beiden können ja gut miteinander.

Wir packen das alles. Krümlgemecker over.…

Selbstgemacht: Geburtstagskarten

Selbstgemacht: Geburtstagskarten

Wenn man ein Kind hat, muss man manchmal Matschen! Vor allem, wenn die eigene Mutter, aka die Oma des Kindes Geburtstag hat. Und aus diesem Grund sind wir eines morgens ausgezogen, um Fingerfarbe zu kaufen.

Bei Pinterest habe ich nach Ideen gesucht, mit Hand- oder Fußabdrücken eine Karte für Omas zu machen. Die Ideen waren zahlreich, am Ende habe ich mich dann für herzförmig gestempelte Füße oder Hände entschieden. Leider habe ich vom stempeln selbst keine Bilder gemacht. Aber lasst es mich kurz beschreiben: Matschig! Bunt! Lustig! Schwierig. Amüsant. Ab unter die Dusche direkt danach!

Nachdem alle Abdrücke getrocknet waren, habe ich sie – logisch – erst einmal trocknen lassen, und dann für zwei entschieden. Diese wurden dann herzförmig ausgeschnitten und über das Blatt gelegt, das als Karte dienen sollte. Die Hände waren für die Karte zu groß. Also war es klar, dass es die Füße werden würden.

Also habe ich das Fußherz direkt vorne auf die Karte geklebt. Und weil Karten ohne Texte doof sind, musste ich ein bisschen Kalligrafie auf einem übrig gebliebenem Blatt üben –

– und die beliebteste Art um die Füße herum malen. Ins Innere der Karte habe ich dann noch den obligatorischen Text (inklusive Rechtscheibfehler) geschrieben. Zwischendurch hatte ich überlegt noch eine Funktion für das x zu schreiben, aber das war dann doch zu nerdig für mich. Ich bin Informatiker, kein Mathematiker.

Anschließend mussten wir drei nur noch unterschreiben und Tada! Fertig war die selbstgebastelte Geburtstagskarte für die Oma. Sie hat zumindest behauptet, sich darüber gefreut zu haben.

 

Ich schlafe noch!

Das ich eigentlich ein Langschläfer bin, muss ich wahrscheinlich niemandem erzählen. Ebensowenig verwundern wird die Tatsache, dass das Schnabeltier mit eher weniger Schlaf auskommt. Beziehungsweise morgens einfach früher wach wird als ich. Kein Ding. Inzwischen ist er auch so weit, dass er selbst mal ein bisschen durch das Bett rollt, seine Zehen zählt, mir Geschichten vorbrabbelt, all sowas eben.

Manchmal antworte ich ihm sogar, im Halbschlaf eben. kitzel ihm am Bauch, döse ein bisschen vor mich hin, lass mich berieseln von seiner Kinderstimme. Bis er irgendwann aufsteht, sich sein Kuscheltierschnabeltier ins Bett holt und mir ins Gesicht drückt. Kein Witz, ist heute echt so passiert.

Auf jeden Fall genieße ich in solchen Momenten die Zeiten, in denen ich bei Omas übernachte. Weil diese meistens irgendwie früher als ich wach werden und den Kleinen aus dem Bett/Zimmer zupfen, um ihn ein wenig zu bespaßen. Währenddessen kann ich ein bisschen weiterschlafen. Meistens. Einen kleinen Moment zumindest. Bis ihm dann einfällt, dass Mama nicht da ist. Und er kreischend wieder zu mir ins Bett gekrabbelt kommt und sich auf mein Gesicht setzt.

Neulich bei der Oma

Da gab es auf jeden Fall diesen Halbkomatösen morgen. Kind wach, Mama und Papa so halb. Kind zieht ein bisschen brabbelnd durch die Gegend. Mama befreit ihn aus dem Schlafsack, er macht sich auf den Weg weg vom Bettenlager. Immerhin gibts am anderen Ende des Zimmers Fische, die man sich anschauen kann. Und während er glücklich das Aquarium anbrabbelt, öffnet sich die Tür und die Oma streckt den Kopf zum Zimmer rein.

Oma: Na? Wie siehst aus? Kommst du her?
Schnabeltier: NEIN!

Das Schnabeltier hechtet zurück ins Bett, legt sich einmal quer über Mamas Füße und beginnt (höchstwahrscheinlich mit offenen Augen) Schlafgeräusche zu immitieren. Als würde er Oma sagen wollen: „Nein Oma. siehst du nicht dass ich ganz brav und ruhig bin und noch schlafe, genau wie Mama und Papa? Wieso willst du mich wecken?“ Sehr unschuldig und niedlich das ganze.

Naja, auf das gemeinsame lachen seiner Eltern hin, ist er dann doch aufgestanden und mit Oma raus gegangen. Aber einen Versuch war es immerhin wert.…