Zählen

Neulich hat das Schnabeltier uns unheimlich überrascht. Er kann jetzt nämlich zählen. Irgendwie. Wenn er die Zahlen ausspricht, dann klingt alles irgendwie gleich „Dei, dei deiiii, deeeeei“.

Dennoch fing er auf einmal damit an, mit seinen Fingern mitzuzählen. So konnte er auf einmal auf die Frage, wie alt er ist mit „dei“ und zwei Fingern in der Luft punkten. Außerdem konnte er mir erklären, dass wir zwei Katzen haben, und die eine Oma ebenfalls.

„Du dei mau…[name]oma mau dei!“ mit den entsprechenden Fingern in der Luft.

Wer jetzt glaubt, dass es einfach nur an Zufälle glaubt, und denkt, „Na gut, dann wird der halt nur Sachen mit zwei aufzählen können, was regt die sich so auf?“ dem sei gesagt: Er kann auch drei Bagger auf der Straße zeigen „Dei badda“ oder ein…irgendwas.

Ich bin total fasziniert davon, wie er die Mengen erkennt und benennen bezeigen kann. Und sein Wordschatz wird auch immer größer.

Aktuell verstehen vor allem mein Mann und ich ihn. Aber wenn wir der Umgebung dann erklären, was er meint, dann ist denen das gleich klar (Oder sie tun so als ob). Aber es ist so toll ihm beim lernen zuzuschauen!…

Ein kleiner Laufbericht

Um kurz nach acht langsam fertig machen, um das Kind spätestens um 9 in der Kita abgeben zu können.
Kurz vor 9 da sein, Kind abgeben.
Um kurz nach 9 Uhr heim geschickt werden, weil das Kind anscheinend keine Probleme macht.
Halb 10 zu Hause ankommen.

Kurze Pause

Um 10 wieder los müssen, weil man um halb 11 wieder in der Kita sein muss, um das Kind wieder abholen soll.

Einer der Gründe, warum ich in die Nähere Kita wollte.
Andererseits kann man aber auch sagen: Eingewöhnung läuft. Ich muss nur mein Fahrrad mal aus dem Winterschlaf erwecken (lassen. Schaaaatz? 🙂 )…

Manchmal, wenn es einfach viel ist

„Schnabeltier?“
Keine Regung
„Schnabeltier, aufwachen“ Durchs Gesicht streicheln.
Das Schnabeltier zuckt ein bisschen mit den Fingern und schläft weiter.
„Schnabeltier. Rate mal wer hier ist. Der Papa ist daheim.“
Das Schnabeltier öffnet verschlafen die Augen. Guckt den ihn Ansprechenden an. Und beginnt direkt wunderbar zuckersüß zu lächeln und sich zu freuen.

Kurze Momente

Wenn man den Tag damit verbracht hat, gehauen zu werden, oder gebissen. Oder ignoriert. Oder sonst irgendwie alles. Wenn alles doof ist, und man trotzdem da ist zum trösten, wenn das Schnabeltier wieder hingefallen ist, weil es die Duplosteine auf den Boden gepfeffert hat und nun drüber gestolpert ist. Und wenn man dann nur ein weinerliches „Baba! Baba!“, als Satz des Tages zu hören bekommt. Immer und immer wieder.

Dann ist eben der Moment erreicht, in dem die oben beschriebene Szene, die als solches unheimlich niedlich und zuckersüß ist, einfach zu viel ist. In der man irgendwie versucht Würde behaltend den Raum zu verlassen und sich an die schlafende Katze kuschelt, um wenigstens ein bisschen Liebe zu erhalten.

Sollen die beiden mal machen. Meine Batterien werden wieder aufgeschnurrt.…