Manchmal, wenn es einfach viel ist

„Schnabeltier?“
Keine Regung
„Schnabeltier, aufwachen“ Durchs Gesicht streicheln.
Das Schnabeltier zuckt ein bisschen mit den Fingern und schläft weiter.
„Schnabeltier. Rate mal wer hier ist. Der Papa ist daheim.“
Das Schnabeltier öffnet verschlafen die Augen. Guckt den ihn Ansprechenden an. Und beginnt direkt wunderbar zuckersüß zu lächeln und sich zu freuen.

Kurze Momente

Wenn man den Tag damit verbracht hat, gehauen zu werden, oder gebissen. Oder ignoriert. Oder sonst irgendwie alles. Wenn alles doof ist, und man trotzdem da ist zum trösten, wenn das Schnabeltier wieder hingefallen ist, weil es die Duplosteine auf den Boden gepfeffert hat und nun drüber gestolpert ist. Und wenn man dann nur ein weinerliches „Baba! Baba!“, als Satz des Tages zu hören bekommt. Immer und immer wieder.

Dann ist eben der Moment erreicht, in dem die oben beschriebene Szene, die als solches unheimlich niedlich und zuckersüß ist, einfach zu viel ist. In der man irgendwie versucht Würde behaltend den Raum zu verlassen und sich an die schlafende Katze kuschelt, um wenigstens ein bisschen Liebe zu erhalten.

Sollen die beiden mal machen. Meine Batterien werden wieder aufgeschnurrt.…

Nächtliches Aufstehen zwischendurch

Einleitung – Hauptteil – Schluss

Inzwischen schläft das Schnabeltier in seinem eigenem Bett und wenn er Nachts/morgens wach wird, kommt einer von uns Eltern zu ihm ins Zimmer. Wenn möglich, versuchen wir ihn dort wieder zum schlafen zu bringen. Alternativ holen wir ihn einfach zu uns rüber ins Bett.

Und so kam es, dass ich neulich Nachts…oder eher frühmorgens wach wurde, weil ich meinte, aus dem Kinderzimmer ein Geräusch gehört zu haben. Und tatsächlich. „Papa? Papa!“, machte es da. Und bevor ich mich bewegen konnte, um ihn einsammeln zu gehen, hörte ich das charakteristische Taptatptaptap von kleinen Kinderfüßen auf Laminat. Und schon kletterte das kleine Lebewesen zu ins ins Bett, kuschelte sich an mich und war auch wieder eingeschlafen.

Das sind die Momente, in denen ich weiß, warum ich Mama geworden bin.…

Abstillmini zwischendurch

Und dann war da noch der Morgen, an dem man dem schreiendem Schnabeltier die Brust geben wollte, weil man zu sonstigen Tröstaktionen noch nicht wach genug war. Mit einem mal schrie das Kind nicht mehr – was ja gewollt war – sondern schaute mich nur ganz entsetzt an. „Nein! Papa!“
Er weiß Bescheid!…