Irland 0 – die Vorbereitungen

Ich bin ja kein Reiseblogger, aber…
Weil meine kleine Schwester sowieso gerade sowieso in Irland verweilt, dachten wir uns dass wir einfach auch einmal einen kleinen Ausflug auf die Grüne Insel machen könnten. Wir, also des Schnabeltieres Oma, seine Eltern und der Freund seiner Tante. Und irgendwie habe ich mich nicht daran gewöhnt, dass meine kleine Schwester jetzt Tante ist. Tante, das klingt so alt. Und alt, das ist sie nun wirklich nicht, mit ihren acht Jahren weniger als ich habe….

Aber ich schweife ab. Wir haben uns jedenfalls für die Woche vor Ostern gesammelt frei genommen und beschlossen ein bisschen Irland zu erkunden, soweit uns das möglich war. Und über diese Reise möchte ich jetzt und höchstwahrscheinlich in kommenden Beiträgen berichten.

Vorgeplänkel

Erst einmal soll es hier um die Vorbereitungen und den Flug gehen. Ich musste ja unbedingt meine Familie fernab meiner Restfamilie gründen. Also ging das Reisechaos schon sehr früh los: Wie bekommen wir denn drei Familienteile aus drei verschiedenen Ecken der Welt (Berlin -Frankfurt – Irland) an die selbe Ecke zum Urlaub machen. Der ursprüngliche Plan hatte vorgesehen, dass wir uns gemeinsam London anschauen gingen. Nach viel hin und her wurde dann aber klar: So kurzfristig , wie wir dran waren, war London einfach viel zu teuer für uns.

Also kam der Plan mit Irland auf. Dublin oder Kerry? Nordirland oder Republik? Bed & Breakfeast, Hotel, Ferienwohnung? Aufgrund der schieren Menge an Personen, die verreisen wollten, waren diese Fragen schnell beantwortet. Denn bei keinem von uns saß das Geld superlocker. Also wurde es Kerry, die Gegend, in der meine Schwester ihr Gastjahr verbringt. So viele Menschen bekommt man am günstigsten in einem Ferienhaus unter, das Schwesterchen und Freund online herausgesucht und für uns passend empfunden haben.

Nun fehlte nur noch das hinkommen: Zwei aus Berlin, zwei aus Frankfurt, eine schon in der Ecke. Und dann bestenfalls alle zeitnah am gleichen Flughafen? Da mein Mann und ich sowieso Elternzeit haben, wir uns entsprechend nicht viel frei nehmen müssen, bot ich an, bereits im Vorfeld mit dem Zug nach Frankfurt zu kommen, sodass wir alle gemeinsam fliegen könnten. Weiterer Vorteil (für mich): Ich konnte ein bisschen Zeit mit meiner Mutter verbringen, was ja auch nicht immer so selbstverständlich ist. Hach ja, Entfernungen…

Mit dem Zug durch die Gegend

So kam es also, dass wir Kleinfamilie eines Abends alle sieben(tausend) Sachen in einen Koffer stopften, morgens früh aus dem Bett fielen um uns in einen Zug zu setzen, der uns direkt zu den Hessen trug. Über die Zugfahrt selbst muss ich glaube ich nicht allzu viele Worte verlieren. Das habe ich an anderer Stelle schon einmal erledigt.

Wir hatten uns eben drei Plätze in einem Abteil reserviert. Vom Kleinkindabteil desillusioniert genug, hat mir ein ganz normales Abteil gereicht, das wir uns eben mit einem älterem Ehepaar und einem Businessreisendem geteilt haben. Das Schnabeltier machte glücklich sein übliches Chaos, schlief ein bis zwei Stunden auf dem Sitz, mein Mann leerte unseren Reiseproviant, ich kam ein bisschen zum lesen. Außerdem wurden Bahnmagazine zerrissen und aus den Fetzen Papierschiffe gebaut. Und ein Flieger. Und ein Hut. Ich glaube wir haben unsere Abteilgenossen ein bisschen angestrengt – die durften ganz froh gewesen sein, als wir endlich ausgestiegen sind.

Meine Mutter war bei unserer Ankunft arbeiten, aber wir wurden am Bahnhof abgeholt und mit einem Schlüssel für ihre Wohnung versorgt – die dann auch direkt von einem Kleinkind höchst professionell auseinander genommen wurde. Für seine Verhältnisse relativ spät (etwa gegen fünf), hat er dann nochmal ein bisschen geschlafen, sodass er den Abend bis 10 Uhr durchgehalten hatte.
Erst gnz spät an dem Abend fiel mir dann ein anderes Thema wie Schuppen von de Augen: Der Reisepass unseres Winzlings! An alles hatte ich gedacht, nur dieses eine, wichtige Dokument für die Reise hatte ich TOTAL übersehen.

Scheiße. Mist. Verdammt. Panik.

Zum Glück haben wir eine unheimlich liebe Nachbarin, die unsere Katzen versorgt. In der selben Nacht bekam sie von mir eine verzweifelte SMS mit der detaillierten Beschreibung wo der verdammte Pass vergessen worden war, zehntausend Entschuldigungen und der Bitte ihn uns so schnell wie irgend möglich nachzusenden. Und noch mehr Entschuldigungen.

Parallel dazu erkundigte sich meine Mutter bei einer Freundin, die in der Gemeindeverwaltung arbeitete, wie man möglichst schnell an Reisedokumente für ein Kind herankommen kann. Daraus resultierte, dass wir direkt nach dem Aufstehen am nächsten Morgen ins Bürgerbüro gedüst sind. Unsere Bitte nach eine vorläufigem Personalausweis wurde erst einmal ein bisschen ungläubig bestaunt („Die wohnen nicht einmal hier!“). Nachdem wir uns auch hier einige male Entschuldigt und Erklärt hatten, wurde versprochen mal zu schauen was sie tun könnten. Mit der Ankündigung, dass das dauern könnte.

Unsere beiden Personalausweise wurden kopiert und eine Anfrage an unsere Heimatgemeinde gestellt. Wenn ich gut wäre wüsste ich jetzt den genauen Antragsnamen. Irgendetwas von Ausweisunbedenklichkeitsanfrage oder so. Erst als unsere Heimatverwaltung 2 Stunden später antwortete – wir hatten in der zwischenzeit endlich gefrühstückt – konnten die Damen im Bürgerbüro uns einen Papierpersonalausweis für unser Kind ausstellen.

In der Zwischenzeit hatte auch unsere Nachbarin den Reisepass gefunden und uns per Expressversand nachgeschickt. Am folgenden Tag vor zwölf Uhr kam er auch an. Nach dem Motto „Sicher ist Sicher“ hatten wir jetzt also erst einmal zwei Ausweisdokumente für den Mini. So konnten wir beruhigt den Online-Check-In durchführen, Dokumente ausdrucken und uns ganz gepflegt dem Allgemeinem Reisewahn hingeben.

Und den gibts die nächsten Tag/Wochen häppchenweise hier auf dem Blog.

2 Kommentare bei „Irland 0 – die Vorbereitungen

  1. Oh mein Gott..so viel Stress und du bist noch nicht Mal unterwegs,, das sind die besten Urlaube. Aber habe ich richtig gehört? Schmiiiii is in Irland? Wahnsinn *-*

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