Lieblingsdinge: Hörbert

Lieblingsdinge: Hörbert

Okay, gehört das jetzt in Lieblingsdinge oder in Selbstgemacht? Hach, immer diese Entscheidungen. Okay, da weder mein Mann, noch ich IRGENDETWAS an diesem Teil gemacht haben, wird es halt ein Lieblingsding. Tada: Des Schnabeltieres verspätetestes…verspätetetes….zuletzt angekommenes Geburtstagsgeschenk.

Ein mp3-Player für Kinder

Als letztes Jahr Weihnachten näher rückte, kam ich auf die Irre Idee, dem Kind ein Abspielgerät für Audiodateien zu schenken. Da gibt es ja einiges kindgerechtes auf dem Markt inzwischen. Mein erster Stop in der weiten, weiten Welt der Hörerlebnisse für Kinder war die Toniebox, die zu der Zeit allerdings quasi überall ausverkauft war – Original kostet eine Box so um die 80€, zu der Zeit gab es Angebote, da konnte man das Doppelte dafür hinlegen.

Im Prinzip ist die Toniebox eine Box mit Lautsprecher, auf die man kleine Figuren setzen kann. Diese Figuren sind mit einer bis zwei Geschichten bespielt und spielen sich automatisch ab. Eine Süße Sache, die das Schnabeltier auch definitiv benutzen konnte – im MediaMarkt gab es immer mal wieder eine zum Ausprobieren. Die Figuren muss man sich dann halt nochmal dazu kaufen, weswegen da einiges an Kosten zusammen kommen könnte.

Durch Zufall bin ich dann auf eine Alternative gekommen, die unglaublich viel weniger Plastik benutzt, keine Figuren hat und ein bisschen teurer ist. Nach langem Überlegen hab ich mich dann dafür entschieden. Vor allem die Idee, dass man sich quasi nur das Innenleben kaufen kann, und die Box darum selbst designen, fand ich SUPER!

Der Hörbert

Also den holzarbeitsfähigen Opa gefragt, ob er sich vorstellen kann, dafür etwas zu bauen und nach dem „Ja“ die Komponenten zu kaufen – als Einzelteil dann noch ein bisschen billiger, als die zusammengebaute Box. Als diese angekommen waren hieß es für uns vor allem: Warten. Meine Schwiegereltern sind zu der Zeit umgezogen und hatten nebenher ein paar andere Projekte an der Backe kleben, zudem musste ja auch irgendwie eine Idee für ein Design her.

Durch Zufall kam dann zu Ostern ein Holzauto, das ursprünglich Weihnachtskekse transportiert hatte, in den schwiegerelterlichen Haushalt. Nachdem es sich als robust genug für das Schnabeltier erwiesen hatte war klar: Das wird es.

Die bunten Tasten hinten sind mit verschiedenen Hördateien belegt. Ich habe erst einmal wild alles aufgespielt, was wir an kindergerechten Sachen hier hatten – beziehungsweise die örtliche Bücherei bereitstellen konnte. Von Bobo Siebenschläfer über Oh wie schön ist Panama zum Karneval der Tiere und Anne Kaffekanne. Aktuell sind glaub ich auch irgendwo Walgesänge mit drauf, aber wir suchen schon nach Alternativen.

Die Steuerung An/Aus und Lautstärke wurden im Fahrerhäuschen versteckt. Man musste dem Schnabeltierchen nur kurz zeigen, wie sie zu bedienen sind.

Wenn der Hörbert jetzt an ist, dann wird automatisch die letzte Datei wieder gegeben, die lief, bevor er ausgeschaltet wurde. Man kann auch ganze Alben hinter den Knöpfchen verstecken – mehrmaliges drücken springt dann in den Titeln weiter. Er weiß inzwischen, wo sein Bobo-Lied ist und wo das Lied vom Wecken. Das mit dem weiterschalten hat er noch nicht ganz drauf, dafür findet er das hin und her schalten noch zu super.

Einmal das Innenleben von Oben. Links sieht man die Ein-Aus- und Lautstärkensteuerung, unten ist der Lautsprecher und rechts die Hauptplatine, auf der die Knöpfe und die Batterien liegen. Hier wird dann auch die selbst bespielte SD-Karte eingeschoben. Und einen Knopf um die Lautstärke zu begrenzen hat das Teil auch noch. Durch das Fenster oben konnte man ursprünglich die Kekse in der Kiste sehen. Die Schwiegereltern haben da eine Aufschrift mit seinem Namen fertig gemacht. Vielleicht wird da irendwann ein tolles Foto reinwandern. Oder etwas von ihm gemaltes. Oder oder oder.

Geschlossen wird die Box dann einfach mit dem Deckel oben drauf und einer Schraube, die theoretisch mit einer Münze aufzumachen ist, durch den Griff ist diese allerdings nur mit den Fingern zu erreichen. Aber das schaffe ich ganz gut – das Schnabeltier glücklicherweise nicht.

Fazit

Okay, er ist erst gestern bei uns angekommen, aber das Kind ist bereits begeistert von seinem großen Auto. Heute morgen wurde er direkt zu mir ins Bett geschleppt und ich durfte mir das Bobo-Gedudel anhören. Einerseits anstrengend – andererseits kann ich dann wenigstens noch liegen bleiben, bis mein richtiger Wecker klingelt.

Die Webseite vom Hörbert findet ihr bei Bedarf hier. Was ich noch cool fand: Sollte man sich die zusammengebaute Box holen, dann ist eine voll bespielte SD-Karte schon von Anfang an mit dabei. Aber auch so findet man auf deren Webseite eine ganze Hand voll Empfehlungen, wie man an Hörspiele für seinen eigenen Hörbert kommen kann.

Von mir aus also eine klare Empfehlung – ohne dafür bezahlt zu werden (*weinend ab*)

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