Reisen mit Kind – Die Bahn

Mama allein mit Baby und Gepäck im Fernverkehr Bahnfahren. Das ist…spannend. Dennoch habe ich mich im Sommer insgesamt vier mal in Züge geschwungen. Man will ja nicht zu Hause versauern, während der Mann arbeitet, nicht wahr?

Für meine erste Fahrt war ich zu langsam im Kleinkindbereich zu reservieren, da die Plätze da sehr begrenzt sind (warum…na, das kommt noch), bekam also zwei Plätze im „Familienbereich“ zugewiesen.
Dazu sagt die Bahn:

In nahezu allen ICE finden Sie speziell gekennzeichnete Familienbereiche in der 2. Klasse […]
Im Familienbereich stehen je nach Zugtyp und der damit verbundenen Zuglänge zwischen 8 und 24 Plätze zur Verfügung. Zu erkennen sind die Bereiche durch eine Banderole mit der Aufschrift „Familienbereich“.

Quelle

Also ab zur Wagenstandsanzeige, herausfinden, wo der reservierte Wagen steht und…nichts haben. Denn am Südkreuz wird aktuell eine Digitale Wagenstandsanzeige ausprobiert, die an und für sich echt cool ist, aber wenn der gewünschte Zug einfach nicht drauf steht, ohne irgendeine Begründung…
Aber nein, ich will mich darüber nicht beschweren, der Zug kam am Gleis gegenüber an, und da ich ein bisschen Ahnung vom Bahnfahren habe, wusste ich auch etwa, wo ich nach meinem Wagen suchen musste.
Ich stieg also in den Wagen ein, guter Dinge, das ich meinen Kinderwagen irgendwo abstellen und meine Plätze beziehen könnte. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an das Zitat der Bahn erinnern, zum Thema „speziell gekennzeichnet“. Denn ich stand vor einem stinknormalen Großraumabteil. Keine Chance, mit dem Kinderwagen eventuell auf die andere Seite zu kommen, auf der eventuell Platz für selbigen sein könnte. Meine Mitfahrer haben mich dann darauf Aufmerksam gemacht, dass das Kleinkindabteil um die Ecke sei, und ich eventuell da meinen Kinderwagen abstellen könnte.
Also bin ich hin, und habe ganz lieb nachgefragt, und siehe da, ja, obwohl schon eine Familie mit drei Kindern und Buggy drinnen saß wurde ein bisschen Kram zur Seite geräumt und ich konnte nicht nur meinen Kinderwagen abstellen, sondern mich auch dazu setzen.

Die Bahn selbst bewirbt die Kleinkindabteile, in denen man sich einen Platz reservieren kann wie folgt:

Die mit einem Kleinkindabteil ausgestatteten Züge verfügen in der Regel über Sitzplätze an einem Tisch, der sich zum Malen und Spielen eignet.

Quelle: Bahn

Von den Beschreibungen der Bahn her könnte man auf die Idee kommen ein Kinderparadies vor sich zu haben. Tatsächlich war dieses Abteil eher…eben das. Ein Abteil eben. Die Glaswände zum Gang hinaus waren größtenteils aus Milchglas, sodass man nicht unbedingt hinein schauen könnte. Es gab insgesamt etwa 6 -7 Sitzplätze, von denen die meisten als Bank um einen Bahntisch herum angebracht waren, und zwei noch einmal extra ein bisschen weiter hinten, dazwischen war dann Platz für meinen Kinderwagen und einen Buggy. Irgendwie sind dann noch ein paar Taschen reingequetscht worden.
Faszinierend fand ich, dass diese erste Fahrt, bei der ich nicht reserviert hatte, gleichzeitig die entspannteste – und vollste im Kleinkindabteil war. Schlussendlich waren wir um die 3 Erwachsenen mit insgesamt vielleicht 5 Kindern im Abteil, wobei das Schnabeltier mit Abstand das jüngste war. Es war laut, es war chaotisch, es war voll, es war lustig.
Wir haben versucht so viele Familien mit Kindern im Abteil unter zu bringen, wie es uns möglich war. Und trotzdem sind noch wirklich viele draußen gesessen oder haben andere Plätze suchen müssen. Das empfinde ich irgendwie als traurig. Anscheinend wollen viele Familien mit Kindern Bahn reisen, aber es gibt nur ein Abteil, in dem irgendwie mit biegen und brechen 2 Wägen reinpassen und kaum jemand reservieren kann?
Auf der Rückfahrt saß ich in einem Abteil der selben Größe – hier hatten nur die Wände noch „Kindgerechte“ Tapete. Für diese Fahrt hatte ich es geschafft zwei Plätze für uns im Abteil zu reservieren und war gespannt, wer noch dazu kommen konnte. Das Ergebnis: Eine Frau mit zwei Kindern, die fragte, ob noch Platz sei, sie habe nicht mehr Reservieren können, weil alles schon voll gewesen sei. Und dann gleich an der ersten Station nach 2 Stunden Fahrt eine Frau anmeckerte, die ihren Kopf zu uns reinsteckte und ebenfalls nach Plätzen fragte. (Ich hab dann später einfach die Türen geöffnet und die Frauen mit Kindern im Gang eingeladen, sich irgendwie dazu zu quetschen – die Kinder waren schon alle wieder mach, meine Güte….)
Niemand hatte im Abteil reservieren können, weil ich zwei Plätze für mich beansprucht hatte? Wie bitte, liebe Bahn? Da habt ihr schon wenig Platz für Familien mit kleinen Kindern, und dann sperrt ihr den auch direkt für weitere Reservierungen, weil 2 Menschen darin sitzen? Das fand ich echt traurig.

Ein bisschen anders eingeteilt war dann das Abteil für die Fahrt nach Hamburg: Hier war das WIRKLICH einfach nur ein Abteil – 6 Sitzplätze um einen Tisch herum, absolut kein Raum für Kinderwägen im Abteil selbst, dafür allerdings in der ersten Klasse direkt nebenan. Auch hier wiederholte sich die Erfahrung: ich habe zwei Plätze, niemand sonst konnte reservieren. Und dann ist das Abteil auch noch so eng, dass es mit zwei Müttern mit Kind auch wirklich voll ist. Auch hier habe ich an einem Mittwoch Nachmittag – also eher ein ruhiger Bahntag – Frauen enttäuscht an uns vorbei gehen sehen.

Aber am spannendsten war sowieso die Fahrt von Hamburg wieder nach Hause: Am Hauptbahnhof fuhr nicht der erwartete ICE ein, sondern ein IC, auf den an den Türen mit Edding beschriftete Zettel hingen „Ersatz für ICE“. Kein Kleinkindabteil, dafür aber in der 1. Klasse sitzen und zwei Stunden Zugfahrt. Dennoch bin ich froh über die Freunde, die mich zum Bahnhof gebracht hatten, und den Kinderwagen durch die wirklich engen Türen in den Zug beförderten. Den haben wir einfach aufgrund von fehlenden Alternativen einfach im Gang stehen lassen. Das Schnabeltier schlief 90% der Fahrt in der Trage, den Rest der Zeit krabbelte er ein bisschen durch den Gang.
Glücklicherweise war meine Station die Endhaltestelle und mein Mann und ich hatten Zeit uns zu finden – allein habe ich den Wagen da beim besten Willen nicht die Treppe runter und aus dem Zug bekommen können. Andere Mitreisende oder gar Bahnpersonal war weit und breit nicht zu sehen.

Ich bin gespannt, was an dieser Art von Abteil noch auf mich zukommen wird. Spannend ist es auf jeden Fall immer mit Baby in der Trage, sowie Kinderwagen und Sporttasche in selbigen, in den Zug zu kommen und ihn vor allem wieder zu verlassen. Ohne Hilfe geht das einfach nicht.…

Die U5 – Ein Drama

Prolog: Es ist halb sieben. Morgens. Der Vater steht gerade auf, um sich fertig zu machen und zur Arbeit zu gehen. Kurz darauf beschließt das Kind, dass es jetzt auch wach sein könnte. Einsatz Mutter: Kindlein an die Brust drücken, ihm etwas zu trinken geben, Augen zu, weiterschlafen.So die Hoffnung.

Doch nachdem das Kind sich an der einen Seite fertig getrunken hat, will es immer noch nicht schlafen. Also wird es auf die andere Seite gehievt, um auch hier Nahrung zu sich nehmen zu können. Erneut schließt die Mutter die Augen. Umsonst. Inzwischen hat der Vater die Szene verlassen, und das Kind fängt nun fröhlich an, sich durch das Bett zu rollen. Jeder Versuch der Mutter, es vielleicht wieder zum Schlaf zu überreden, scheitern. Es dauert knapp eine Stunde, bis sie sich dies eingesteht und selbst aus dem Bett kommt. Morgenroutine – Selbst ins Bad, Kind neu bewindeln, anziehen. Frühstück. Nach selbigem ist noch eine halbe Stunde Zeit, bis es los gehen soll zum Kinderarzt, denn die U5 steht an. Eine halbe Stunde, und das Kind zeigt doch so langsam Müdigkeitsanzeichen. So setzt die Mutter sich mit dem Kind auf dem Schoß aufs Sofa, in der Hoffnung es noch ein bisschen Schlafen zu lassen…Eine Stunde später, der Kinderwagen wird vor der Kinderarztppraxis geparkt. Zwei Minuten vor Aufbruch schloss das Kind doch seine Augen und war weg. Bis es zur Seite gelegt wurde, weil die Mutter sich fertig machen sollte. Seitdem hatte es nicht mehr geschlafen. Obwohl der Weg zum Arzt lang und ermüdend war.
Die Mutter hebt das Kind aus dem Wagen, meldet sich an und setzt sich mit ihm ins Wartezimmer. Kurz darauf werden die beiden von der fMFA bereits in eins der Behandlungszimmer gebeten. Kaum liegt er auf der Behandlungsunterlage ist er hellwach. Neue Umgebung, viel zu sehen, viel zu erkunden, außerdem wurde die Mutter angewiesen, ihn ein bisschen auszuziehen.
Interessiert wird die Umgebung beobachtet – allerdings nur mit den Augen, anscheinend ist doch noch genügend Müdigkeit vorhanden, um nicht unendlich aktiv zu sein.
Auftritt fMFA: Das Kind wird gewogen (9730g), gemessen (71cm) und schließlich unter gekicher – es darf sitzen – noch der Kopfumfang gemessen (43cm). Die Daten werden im Praxiscomputer eingetragen und kurz darüber geredet, dass er einen ganz schönen Sprung gemacht hat. Abgang fMFA.
Das Kind beschließt nun die Umgebung zu erkunden. Die Liege ist wie ein großes, hohes Bett – nicht die schnöde Liege, die man aus Arztpraxen kennt und da ist eine Menge Platz zum erkunden. Von der Mitte der Unterlage geht es also ans Wandende, wo ein wenig Spielzeug liegt. Zwei Bücher, eine Stapelpyramide und ein Greifball. Letzterer wird in die eine Hand genommen, die Pyramide interessiert mit der anderen umgeworfen. Die Mutter stellt sie wieder hin, woraufhin sie erneut umgeworfen werden kann. Ein interessantes Spiel, das sich eine Minute so hinzieht, bis das Kind auf einmal auf den Geifball in der anderen Hand aufmerksam wird. Dieser wird lustig in der Gegend herum geschoben. Hin und her, und da die Wand ganz nahe ist, kommt er auch schnell wieder zurück gesprungen.
Fünf Minuten später ist auch dieses Spiel uninteressant geworden und das Kind schaut sich nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten um. Tatsächlich, dort am anderen Ende der Liege hat die Mutter ihre Wickeltasche verstaut. Für das aktive Baby ist die Entfernung kein Ding. Einmal umgedreht und schon wird losgekrabbelt, in einer Geschwindigkeit, die einen Formel1-Wagen alt aussehen lassen würde. Angekommen wird direkt die Tasche auseinander genommen. Oder angelutscht. Damit kann man sich als Baby wieder eine bestimmte Weile lang beschäftigen. Und wenn das gemacht ist kann man sich ja umdrehen und wieder zum Greifball robben.
Auftritt Ärztin, auf halben Weg zum Greifball.
Das Baby bleibt auf der Stelle liegen und schaut skeptisch zum Neuzugang. Ärztin und Mutter unterhalten sich. Betrachten das Baby, das fortan da liegt, wie es halt gelegen hat und seinerseits die fremde Person im Raum beobachtet. Die Untersuchung schreitet voran: Ein bisschen Bäuchlein drücken, ein bisschen Beine hochschieben, ein bisschen abhören, mit dem Kind schäckern. Das Kind: keinerlei Reaktion.

„Greift er denn nach Spielzeug, das ihm angeboten wird?“, fragt die Ärztin.
„Wie ein Weltmeister“, antwortet die Mutter, in Gedanken noch beim Greifball von vorhin.
Selbiger wird von der Ärztin genommen und dem Kind hingehalten.
Das Kind tut nichts.
„Dreht er sich denn schon vom Rücken in die Bauch- oder Seitenlage?“, fragt die Ärztin.
„Ohne Ende.“, antwortet die Mutter, die auf dem Wickeltisch inzwischen Probleme hat, das Kind in Rückenlage zu behalten. Beide blicken auf das Baby in Rückenlage.
Das Kind schaut zurück.
„Drückt er sich denn in Bauchlage schon mit offenen Händen nach oben?“, fragt die Ärztin.
„Ja…“, murmelt die Mutter, die langsam das Gefühl bekommt mit Skills anzugeben, dir ihr Kind noch gar nicht hat. „Er ist inzwischen sogar schon dabei sich hinzusetzen.“
„Wippt er auf Händen und Knien schon hin und her?“, fragt die Ärztin.“
„…ja…“, antwortet die Mutter kleinlaut.
Das Baby liegt inzwischen auf dem Bauch und betrachtet den Greifball, der vor ihn hingelegt wurde.
Mutter und Ärztin besprechen kurz die Wachstumskurven, in denen das Kind immer in den oberen Ecken zu finden ist.
„Sie können ihn jetzt wieder anziehen.“, sagt die Kinderärztin.
Die Mutter macht sich daran, leicht hoffend, dass er sich wieder windet, so wie sie es gewohnt ist.
Nichts.
„Der zeigt schon die Hälfte von dem, was er in drei Monaten können muss.“, sagt die Ärztin und verabschiedet sich.
Kaum ist sie aus dem Zimmer verschwunden beginnt das Baby wieder damit sich zu bewegen und zu plappern.

Epilog: Sobald das Kind vor der Arztpraxis wieder im Kinderwagen geparkt wird, gibt es zwei oder drei quengellaute von sich, bevor es einschläft. „Toll“, denkt sich die Mutter und läuft los in Richtung zu Hause, „dann kann ich mich daheim auch noch einmal hinlegen und ein bisschen dösen.
Sie Verlässt die Bühne, das Licht geht aus, der Vorhang beginnt sich zu senken.
Aus dem Off: Babyaufwachgeräusche.

Vorhang.…

Zähne Zähne

Wer sich noch nie ernsthaft mit Babys auseinander gesetzt hat, dem mag es vielleicht seltsam erscheinen, aber: Diese kleinen Menschen kommen tatsächlich ohne Zähne zur Welt. Okay, meistens zumindest. Beim Rest der Welt müssen die Kauwerkzeuge tatsächlich erst einmal rauskommen. Erst die Milchzähne, später die bleibenden (und noch später die Dritten, wenn man Pech hat.) Man nennt diesen Vorgang meistens „Zahnen“ und hat ein wenig Angst davor.
Denn die Zähne erscheinen oft mit einigen Begleiterscheinungen: Vermehrtem Rumkauen auf Gegenständen, Speicheln (Sabbern), Fieber, Jammer, Weinen, Schmerzen, Schlaflose Nächte. Und dann sind da natürlich diese weißen Dinger im Mund, die das wunderhübsche Zahnlose Lächeln zerstören. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es sogar einen groben Ablauf gibt, in welcher Reihenfolge welche Zähne rauskommen, ich bin noch nicht dazu gekommen herauszufinden, ob das bei uns stimmt.

Unser Schnabeltier kaute schon immer auf allem herum, das ihm in die kleinen Finger kam. Seit er drei Monate alt ist, wird uns daher prophezeit: Der bekommt bestimmt demnächst seine Zähne.
Ja, gut. Lächeln, sich seinen Teil* denken und weiterziehen.

Nun ist es seit Anfang September tatsächlich so weit: Beim morgendlichem Aufstehritual** war etwas hartes an meinem Finger zu spüren. Sollte das etwa…? Zugegebenermaßen brauchte es ein bisschen Überzeugungsarbeit, bis das Kind mir Einblick auf die betreffende Stelle gewähren wollte, aber dann war es klar: da scheint etwas weißes durch.
Oh je, sie werden so schnell groß.
Er wurde ein bisschen quengeliger, kaute auf Sachen rum, wie auch davor aber ansonsten ging alles. Nichts, was man nicht mit ein paar Karotten aus dem Kühlschrank und Beißringen befriedigen konnte. Und ja: eine Karotte in der Hand eines knabberndem Kind ist ganz wunderbar. Er bekommt noch nichts ab, es ist kühl und schmeckt irgendwie anders und macht Spaß zu essen. Aktuell haben wir ständig überall in der Wohnung geschälte Karottensticks rumfliegen, die das Schnabeltier angesabbert, aber nicht aufgegessen hat.
Wenn ich gewusst hätte, wie schwierig das mit dem einschlafen während dem Zahnen werden könnte, hätte ich mir wahrscheinlich noch andere Pläne zurecht gelegt, aber wie das Leben so ist: Gerade am Wochenende wurde es wirklich schlimm, einschlafen ging gar nicht mehr, die Temperatur ging höher – nicht in den Babyfieberbereich aber dennoch nicht mal eben das, was normal ist.
Das ist dann immer dieses Moment, in dem ich mich frage: Fieberzäpfchenzäpfchen gegen die Schmerzen oder nicht? Einerseits hat er ja kein Fieber, andererseits sind die eben auch gegen Schmerzen und wurden uns grundsätzlich von der Kinderärztin verschrieben für, wenn er mal selbige hat. Aber will man sein Kind einfach mal ruhig stellen, weil es nicht so funktioniert, wie man das gerade will? Aber es hat doch Schmerzen, oder? Man will ihn ja auch nicht unnötig quälen.
Nach vielem hin und her haben wir ihm etwas gegeben, weil wir nicht mit ansehen konnten, wie er sich jedes Mal, wenn die Augen zugefallen sind, wieder aufriss und jammerte.
Kaum hatte das Mittel angefangen zu wirken, war er auch schon eingeschlafen – also doch eine gute Entscheidung.

Wie bereits erwähnt war es Wochenende, also auch keine Zeit, sich noch Alternativen zu kaufen (vor allem, wenn man Samstags zu spät überlegt ob man etwas brauchen könnte).
Direkt am Montag bin ich aber in die Apotheke gewandert und habe Zahnungsgel gekauft, das  einen betäubenden Effekt haben soll. Angeblich würde man auch Onasit geben können, aber wenn ich meinem Kind Zucker zu essen geben will, hab ich billigeren im Küchenregal.
Zahnungsgel ist bestimmt so etwas wie Brandsalbe: Man hat es daheim, damit man es nicht braucht. Tatsächlich war seit Montag der ganze Spuk erst einmal vorbei. Und der Grund für das anstrengende Wochenende war kurz danach auch gefunden: der zweite Zahn kam direkt mit raus.
Jetzt haben wir also ein Schnabeltier mit seinen ersten beiden Schneidezähnen unten in der Mitte.

„Ich hab euch doch gesagt, der bekommt seine Zähnchen.“
Ja. Vor zwei Monaten.

PS: Inzwischen muss man wirklich aufpassen keinen Finger in den Babymund zu bekommen. Beißen kann er. Und „Aua“ ist für ihn aktuell leider nur ein guter Witz.
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*Ja natürlich bekommt er Zähne. Zahnlos sind bisher wohl die wenigsten Menschen geblieben. Ob es Jetzt schon so weit ist bezweifle ich.
**Wach werden, versuchen das Kind nochmal zum schlafen überreden, Schnuller in den Mund, Stillen, Schnuller in den Mund, hin und her wiegen, versuchen die Augen nicht zu öffnen, die Hand zum spielen bereit stellen, auf der Hand rumgekaut bekommen. Augen öffnen. Jammern. Das Übliche also.…