Das wars also mit 2016

Das wars also mit 2016

Das war es also, dieses seltsame Jahr 2016. Das Jahr, von dem es im Internet heißt, dass es das schlimmste überhaupt war (oder so ähnlich), weil unheimlich viele Stars unserer Generation gestorben sind. Um ehrlich zu sein: Wirklich beroffen haben mich von „all den vielen Menschen“ genau drei Stück. Bud Spencer, mit dessen Filmen ich quasi groß geworden bin. Alan Rickman, der einen wunderbaren Professor Snape und Metatron gespielt hat und Carrie Fisher, die ich, wie wahrscheinlich die meisten Menschen, als Prinzessin Leia kenne.

Vielleicht klinge ich ein bisschen arrogant, wenn ich nur diese drei benenne und auch nur diese Rollen aufzähle. Ich war noch nie gut im Fangirlen und Betroffenheit heischen, wenn doch eigentlich gar keine da ist. Und meine Betroffenheit hält sich in Grenzen, wenn Menschen sterben, die ich nicht kenne. Ja, ich mag den Tod im allgemeinen auch nicht und mir tut es natürlich um die Menschen und deren Familien leid. Aber dieses allgemeine „Oh nein, wieso nur ausgerechnet diese Person?!“ stellt sich bei mir nicht wirklich ein.

Mein eigenes, kleine Schnabeltier

Mein persönliches 2016 hatte seine Hochs und Tiefs. Ich hatte Schmerzen, ich hatte die heftigsten Glücksgefühle meines Lebens. So sehr geweint wie dieses Jahr habe ich sonst nicht, so starke Hormonschwankungen hatte ich niemals. Kurzum: Ich habe ein Kind bekommen. Mein erstes Kind. Das Schnabeltier kam im ersten Jahresviertel und ist inzwischen so groß und so aktiv geworden, dass ich ihn beinahe nicht wiedererkenne, wenn ich „alte“ Fotos von ihm sehe.

Je nachdem, wen man fragt sieht er sowieso entweder aus wie mein großer Bruder in dem alter, oder wie mein Mann in dem Alter. Ich habe auch schon Leute sagen hören, dass er mir ähnlich sehen würde, aber ich erkenne nur meine Füße an ihm wieder. Aber er ist ein tolles Kind das mich bereits so oft an meine Grenzen gebracht hat, und dennoch sind wir jetzt hier und glücklich miteinander.

Überhaupt meine Männer. Wenn mir vor 6 Jahren, also 2011 jemand gesagt hätte, dass ich  jetzt, diese 6 Jahre später in Brandenburg sitzen würde, verheiratet und mit Kind auf dem Schoß, dem hätte mein damals abimachendes Ich wohl gehörig den Vogel gezeigt.

Ein Kampf dem Gewicht

Während der Schwangerschaft fiel es mir übrigens unheimlich schwer, mich zusammen zu reißen, was Essen angeht. Kein Wunder also, dass ich viel zu viel zugenommen hatte. Wirklich frustriert hatte mich allerdings, dass ich auch 6 Monate später immer noch mit diesen Schwangerschaftsjeans durch die Gegend gerannt bin. Da musste doch was besser gehen.

Irgendwie bin ich dann auf das Buch Fettlogik überwinden gestoßen. Eine Weile lang bin ich nur neugierig darum herum geschlichen. Irgendwann war es mir dann zu viel und ich habe es mir einfach im hiesigen Buchladen gekauft. Ein bisschen länger hat es dann gedauert, bis ich dazu gekommen bin, es zu lesen. Auf der Rückreise unseres Bayernurlaubs lag es allerdings in meiner Tasche, und solange das Schnabeltier schlief konnte ich lesen. Sagte ich lesen? Verschlingen!

Kaum war ich zu Hause angekommen wollte ich unbedingt das, was ich jetzt verinnerlicht hatte umsetzen. Ich stellte die Art und Menge meiner Lebensmittelaufnahme um. Beobachtete mein Essverhalten, schrieb auf was und wie viel ich zu mir nahm. Und am wichtigsten: Ich stieg auf die Waage. Fluchend und Schimpfend, aber ich bin drauf gegangen, habe mir aufgeschrieben wo ich stand, bin runter gegangen und habe mich diszipliniert.

Es war verdammt schwer. Aber irgendwie habe ich es geschafft, bis zum Jahresende 15kg loszuwerden. Und das in einer Zeit, in die diverse Geburtstage und die Weihnachtszeit fallen. Ich bin unendlich stolz auf mich, verdrücke meinen letzten Schokoweihnachtsmann und werde morgen wieder ganz brav von vorne Beginnen. Jetzt, da die Schwangerschaftspfunde weg sind, bin ich gespannt, wie mein Ich im Normalgewicht sein wird. Das sind auch nochmal mindestens so viel wie bereits verloren, aber jetzt habe ich ja den Dreh raus.

Also dann:

Liebes 2016, ich mochte dich. Dennoch sagte ich hiermit „Auf Wiedersehen“

Liebes 2017, ich freue mich dich kennen lernen zu dürfen. Wir werden sehen, wie wir uns verstehen.

PS: Das Beitragsbild wurde von der wundervollen Katja Scherle – Festtagsfotografien geschossen, die bereits unsere Hochzeitsbilder gemacht hat. Sollte jemand darüber nachdenken zu heiraten und schöne Bilder zu machen: Sie ist ihr Geld wert. Immer!…

Nachweihnachten

Nachweihnachten

Ja, ich gebe zu, dass ich die letzten Tage ein kleines bisschen leise gewesen bin. DAs lag unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ich mir eine schöne Woche in meiner Heimat gegönnt habe. Mehr dazu werde ich definitiv schreiben, wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, denn aktuell ruft mich bereits mein Bett und morgen gehts zum Silvester feiern bereits wieder weiter. Aber ich verspreche, ich werde hier noch dazu kommen ein paar Worte zum ersten Weihnachten des Schnabeltieres niederschreiben. Nur 2016 schaffe ich das nicht mehr. Nur so viel:

Zum Thema „Essen“ kann ich allerdings ein bis zwei Wörtchen heute schon verlieren, bevor sie wieder verjähren. Da ich heute Kartoffel-Kartoffel-Brei für uns gekocht habe, kam mein Mann auf die Idee, vor dem Würzen doch ein bisschen was zur Seite zu packen und dem Kind als Abendessen zukommen zu lassen.

Gesagt, getan. Nur das Schnabeltier war nicht begeistert von dem Zeug, obwohl er den Geschmack rein logisch bereits kennen müsste. Ich kann inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ich ihm schon Kartoffeln und Karotten als Brei gegeben habe. Nur die Milch war neu, und fein püriert wars auch nicht.

Naja, wir konnten ihn auf jeden Fall nicht davon überzeugen auch nur ein Stückchen davon im Mund zu behalten. Kein Bitten, kein Betteln, kein Mangopüree, das wir dazu gemischt haben konnten ihn überzeugen. Die Mango wurde gerne gegessen, allerdings nur solange nichts anderes mit in den Mund wandern wollte.

Auch eine Mama, die sich genau das selbe Zeug begeistert in den Mund schaufelte (ich liebe Spinat und selbstgemachten Kartoffelbrei) war nur ein interessierter Blick zu sehen, gegessen werden wollte das Essen dennoch nicht. Um des lieben Friedens wollen haben wir aufgegeben. Zu einer Zeit, in der das Essen auf meinem Teller bereits kalt war und Papa aufgegessen hatte. Njam. Nun gut, da das Vatertier ja schon gegessen hatte, konnte er ja auf das Kind aufpassen und ich aufessen.

Heute gibt es Selbstgematschtes

Und damit sich das Schnabeltier nicht langweilen konnte haben wir mal ein bisschen was geändert. Anstatt ihm einfach was anderes zum Essen zu kochen, wurde das bereits gekochte Essen genommen und in seine Reichweite gestellt. Der Papa hatte eine Hand auf dem Kinderteller, damit dieser nicht einfach so auf den Boden segeln konnte und es durfte gematscht werden. Und gematscht wurde. Was das Zeug hielt. Anscheinend ist die Konsistenz von Spinat und Brei spannend genug um sie sich quer übers Gesicht schmieren zu können. Und an die Klamotten. Und an den Hinterkopf. Und sowieso überhaupt anders hin. Tatsächlich ist auch die eine oder andere Hand tatsächlich in seinem Mund gelandet. Hah! Mission erfolgreich. Ob wirklich gegessen wurde, kann ich allerdings nicht zu hundert Prozent bestätigen.

Das Schnabeltier hat sich gefreut, ich habe mich gefreut, immerhin durfte ich aufessen (kalten Spinat…bwah). Der Papa war minderbegeistert, denn irgendwie sind auch an ihm Essensreste gelandet. Ich habe das Schnabeltier gefragt, er kann sich das nicht erklären. Auf jeden Fall endete dieses Abendessen in einer Grundreinigung der Küche und des Kindes. Ein Glück wollte ich es heute sowieso in die Badewanne stecken und hatte dies bis dahin noch nicht geschafft. Und weil er so ein braves Wasserschnabeltier ist, gabs als Nachspeise noch ein bisschen Haferflockenmüsli.

Mit dieser kleinen Geschichte aus unserem Tag entlasse ich euch für dieses Jahr und wünsche allen hier lesendes einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein schönes 2017.…

Lieblingsding #2: Fühlbilderbuch

Lieblingsding #2: Fühlbilderbuch

Manchmal ist das Schnabeltier wie seine Mutter: Es liebt Papier. Vor allem in Buchform. Zeitungen sind auch manchmal ganz interessant, aber aktuell findet er die Bücher ganz besonders ansprechend. Hin und wieder zieht er gerne meine Kochbücher und Rezeptsammlungen aus dem Regal und schaut sich die an. Allerdings gibt es einiges an anderer babygeeigneter Lektüre, in der er blättern üben kann. Über Stoffbücher wollte ich ein anderes mal schreiben, heute geht es um das Fühlbilderbuch.

Wir haben hier die Gute-Nacht-Version, die wir geschenkt bekommen haben. Momentan wird es allerdings eher tagsüber gelesen, weswegen ich darüber nachdenke, mir noch eins aus der Reihe zu holen. Mitten am Tag übers einschlafen zu lesen kommt mir schon sehr seltsam vor.

bilderbuch

Es handelt sich um ein Pappbuch mit einem kleinen Reim und einem großen Bild auf jeder Seite. Das „besondere“ daran sind die Dinge, die in den Seiten eingelassen wurden um vom Baby ertastet zu werden. Das kann ein bisschen Stoff vom Schlafanzug sein, ein wenig Fell vom Schäfchen oder ein Herzchen.

Inzwischen bekommt das Schnabeltier die Motorik zum Buch greifen und Seiten aufreißen ganz gut zusammen. Man findet ihn also gerne mal mit dem Buch auf dem Boden hocken und durch die Seiten …nunja, stöbern. Er hat auch seine Lieblingsseiten, auf denen er sich immer ganz besonders freut und wenn Mama versucht ihm das ganze Buch vorzulesen, will er wieder zurück zu diesen Seiten.
Das Buch ist so kurz, inzwischen kann ich es auswendig rezitieren und er freut sich immer direkt, wenn er die ersten Worte hört, weil er genau weiß, was jetzt passiert.

An und für sich wirklich niedlich, habe ich doch zwei Problemchen mit den Büchern, die das Schnabeltier allerdings nicht stören:
  1. Die Reime….nun, ich habe eins von den Negativbeispielen bereits ins Bild gesetzt. Tatsächlich wird an zwei Stellen im Buch ein Wort mit dem gleichen Wort gereimt. Ein dicker Minuspunkt an den Texter an dieser Stelle.
  2. Die Fühlanteile. Die sind in großen Teilen des Buches echt süß gemacht, wie bereits beschrieben. Es gibt ein paar Felle, Stoff, Lederimitat, all sowas. Aber es gibt eben auch vier Seiten, in denen der Fühlanteil aus Glitzerfolie besteht. Ein bisschen Glitzer am Bett, Glitzerbuch, Glitzersterne. Wer hätte es vermutet: das sind genau nicht die Lieblingsseiten des Babys. Da will er direkt immer wieder zu den interessanteren. Ich kann es ihm nicht verdenken und hätte mir mehr erhofft.

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es sich hierbei um ein Schlafbuch handelt und man das Baby nicht zu sehr „aufregen“ möchte. Ich weiß es nicht, aber jedes Mal, wenn ich an die Seiten komme denke ich mir „das hätte auch schöner werden können“

Alles in allem ist das Buch aber empfehlenswert und ich denke bereits darüber nach, mir ein weiteres aus der Reihe zu besorgen. Bei Amazon findet man auf jeden Fall ein paar mehr.…