Selbstgemacht: Fummelbrett

Selbstgemacht: Fummelbrett

Viel zu lange ist es her, seitdem wir für unseren jüngsten was gebastelt haben. Aber das ändert sich heute, denn wir haben ein Fummelbrett gestaltet.

Auf Pinterest bin ich auf viel zu viel Kram gestoßen, den ich unheimlich gerne machen würde, dazu gehören die „Busy Boards“ für Babys und Kleinkinder. Also hab ich mir Anfang der Woche meinen Mann geschnappt, bin mit ihm in den Baumarkt gefahren und habe geshoppt. Verdammt, ich liebe Baumarktshoppen.

Es fing alles ganz klein an. Ein Brett und Farbe für selbiges. Und dann dies, und dann das, und jenes, und vielleicht könnte man ja…. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich ganz froh drüber bin, dass mein Mann mit mir direkt zu Anfang eine Grenze von 5€ pro Stück festgelegt hat, sonst wäre das noch übler geworden.

Fummelbrett: die Entstehung

Zuhause angekommen wurde erst einmal das Brett mit Sabberlack (oder Spielzeuglack) lackiert und trocknen gelassen. Glücklicherweise haben zwei Schichten Lack gereicht, für mehr haben wir nicht genug Lack gekauft.

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Als wir alles zusammen vor uns ausgebreitet sahen, wurde uns klar, dass wir niemals alles, was wir gekauft hatten, auf dieses Brett passen würde. Also hieß es aussortieren.

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Und dann hieß es schrauben.

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Ein bisschen arrangieren. Und dann weiter schrauben.

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Besonders stolz bin ich darauf, dass wir es geschafft haben den Klobürstenkopf zu befestigen, dafür mussten wir echt einfallsreich sein.

Aber das Ergebnis ist meiner Meinung nach echt klasse geworden:

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Auch das Kind hat es bereits spielend eingeweiht. Mit allem kommt er noch nicht zurecht, aber kann sich definitiv dafür begeistern.

Ein paar Inspirationen, die ich für das Brett hatte, sind hier zu finden: 17 Coole und einfache Fummelbretter für Babys (englisch)

Genug Ideen (und Material) für ein zweites Brett haben wir definitiv, da werden wir also nochmal kreativ werden können, wenn er ein bisschen älter ist.

 …

Gedanken zum Weihnachten feiern

Seit ich denken kann, ist Weihnachten eines meiner liebsten Feste im Jahr. Weihnachten bedeutet(e) für mich das Zusammensein mit meiner Familie, gemeinsam unglaublich leckeres Essen essen, Zeit verbringen und natürlich, am allerwichtigsten: Geschenke bekommen. Außerdem bedeutete Weihnachten in Bayern meistens: Schnee. Ich liebe Schnee.

Umso mehr freue mich, dass ich jetzt ein Kind habe, dem ich dieses Fest ebenfalls nahe bringen kann. Und schlitter gleichzeitig in einen Konflikt hinein, der mir bestimmt in Zukunft noch einiges an Kopfzerbrechen bereiten wird. Ich bin getauft, aber nicht gläubig, dennoch kam Weihnachten immer das Christkind zu uns. Das erste mal wirklich etwas vom Weihnachtsmann mitbekommen habe ich vielleicht mit 10. Vielleicht als ich jünger oder älter war, ich bin mir da nicht sicher. Aber ich fand ihn doof. Schon immer.

Christkind gegen Weihnachtsmann – irgendwas is ja immer

Heutzutage gibt es anscheinend nichts anderes mehr als den Weihnachtsmann, den ich doch nur als eine Erweiterung des von mir bekannten Nikolauses empfinde. Und wenn ich ihn schon irgendwie dämlich finde, wie kann ich ihn denn dann meinem Kind wirklich nahe bringen?

Allerdings hat auch das Christkind einen so unglaublich kitschig-christlichen Touch, dass mir beim nachdenken darüber schon schlecht werden könnte. Zugleich feiern wir ja Weihnachten eben wegen dieses gläubigen Ansatzes, und zumindest diesen will ich ihm nahe bringen können. Wohl eher als „Märchen“, dass man sich zu dieser Zeit erzählt, als als „Geschichte aus der Bibel, von der Leute glauben, dass sie wahr sind“, aber besser als gar nichts.

Und dann ist da noch mein Mann, der seinerseits mit dem Weihnachtsmann groß geworden ist und dessen Mutter mich gar nicht verstehen kann, wenn ich gegen selbigen schieße. Andererseits gibt es dazu so unheimlich niedliche Bräuche, die ich gerne in irgendeinem Sinne bei uns einführen würde.

Man sieht, Weihnachten wird bei uns in der Familie noch ein bisschen für Diskussionen führen, und ich bin froh, dass wir diese nicht dieses, sondern erst nächstes bis übernächstes Jahr geklärt haben müssen.

„Das Christkind bringt den braven Kindern die Geschenke. Und weil es so viele Kinder auf der Welt gibt, dass das Christkind das gar nicht alleine schaffen kann, bekommt es in vielen Haushalten Hilfe vom Nikolaus. Die beiden haben viele kleine Helferlein. Die verstecken sich im Monat davor in den Wohnungen und erstatten Bericht…“

Mit ein bisschen Glück bekommen wir eine gute Mischung hin.…

Über das Essen von Brei

Ich wundere mich ja gerne über andere Eltern. Wirklich gerne. Wundern ist ein wunderbares Hobby. Vor allem dann, wenn man selbst Kinder hat. Also hier einmal eines meiner Wunderthemen:

Na, isst deiner schon Brei?

Werfen wir hier doch einfach mal einen Blick auf die offiziellen Empfehlungen zum Thema Stillen der WHO:

Die WHO empfiehlt, voll ausgetragene, mit Normalgewicht geborene Kinder bis zum sechsten Monat (180 Tage) ausschließlich zu stillen, […]

Eigentlich sollte damit alles klar sein und die Fragen doch rein theoretisch nicht vor dem 6ten Lebensmonat gestellt werden. Tja, falsch gedacht. Tatsächlich kam ich bereits mit dem Thema in Berührung, da war das Schnabeltier gerade mal 3 Monate alt. Und das war kein „Ach, Sie haben ja noch 3 Monate, bis Sie anfangen müssen sich Gedanken über Brei zu machen.“
Ich würde es eher als „Na wenn der so weiter wächst, werden Sie bestimmt mit 16 Wochen schon mit Brei anfangen.“

Wenn das bei einem Mal geblieben wäre, würde ich heute nicht hier sitzen und diesen Eintrag schreiben. Tatsächlich passierte es mir wirklich Häufig, dass mir die Frage nach dem Breiessverhalten meines Kindes gestellt wurde. Ein bisschen später kamen dann die Omas dazu, die mich aufforderten, man könnte ihm doch schon Kuchen/Brot/Karotten in den Mund stecken. Und obwohl ich die oben verlinkte Empfehlung zu dem Zeitpunkt bereits kannte, habe ich mich aufgrund des ganzen hin und her dazu hinreissen lassen, ihm mal eine Karotte zu dünsten, zu zermantschen und ihm probehalber in den Mund zu schieben. Und obwohl das Schnabeltier an der Brust wirklich hervorragend isst, konnte er mit dem oragenem Zeug wirklich nichts anfangen. Der Rest des damaligen Experimentes wurde eingefrohren und hin und wieder, wenn die Fragen zu sehr nervten, wieder hervorgeholt. Immer mit dem gleichen Ergebnis: Das Baby mag keinen Brei essen.

Erst zur Zeit, in der dieser Blogeintrag spielt, wurde das erste Mal freiwillig Brei in „Mengen“ gegessen. Aber selbst nach diesem heroischem Einsatz meines Mannes, gelang es mir nicht, ihm feste Nahrung zu geben. Und das eine ganze Weile lang. Knabberkarotten beim Zahnen ja, Breikarotten zum Essen Nein.

Und während man so herumexperimentiert und sich fragt, ob man eventuell was falsch machen könnte, wird das Kind einfach von sich aus älter, reifer und experimentierfreudiger. Irgendwann ist die erste Ladung Karotte komplett im Müll gelandet, weil das Kind sie einfach nicht mampfen wollte. Und dann, als das Kind langsam von selbst Anfing zu sitzen, und in den Hochstuhl durfte, den ich kurz zuvor besorgt hatte, fing es auch tatsächlich an die ersten Löffelchen Brei in seinem Gesicht zu verschmieren zu essen. Jetzt ist er 7 Monate alt und sperrt den Schnabel ganz weit auf, wenn ein Löffelchen auf ihn zugeflogen kommt.

Hab ich was draus gelernt? Jap, das ganze Chaos davor hätte ich mir nicht geben müssen, sondern einfach mein Kind beobachten. Nur weil Oma A etwas verlangt und Oma B etwas ähnliches, muss das noch lange nicht umgesetzt werden. Und Knabberkarotten kommen trotz allem schonmal ganz gut an bei einem Baby.

Liebe Leute: Gebt dem Kind einfach die Zeit zu wachsen, die es selbst braucht. Sie werden doch sowieso schon viel zu schnell groß.…