Pfffffferde

Pfffffferde

Wenn die Oma mit ihrem Auto da ist, dann kann man am Wochenende auch ein bisschen andere Dinge unternehmen, als man das ohne Auto ansonsten macht. Gestern zum Beispiel. Wir haben ein bisschen geschaut, was es in der Umgebung denn für kaltes Wetter und kleine Kinder so geben könnte. Dabei sind wir auf einen Kinderbauernhof gestoßen, der tatsächlich einmal in einer Ecke liegt, in der ich früher hin und wieder unterwegs war – mein Mann hatte um die Ecke gewohnt, als wir noch nicht verheiratet waren.

Also haben wir Frauen das Kind dick eingemummelt und sind mit dem Auto los gebraust, mein Mann durfte daheim ausspannen, der musste am Samstag noch arbeiten. Vor Ort war es kalt und windig. Brrr. Viel war nicht los, was bei dem Wetter nicht verwundert hat. Wir haben ein bisschen Ziegen und Schafe angeschaut, das Kaninchen- und Meerschweinchengehege gefunden und konnten sogar ein paar von den Flauschepopos streicheln. Das Schnabeltier fand es super.

Sonntag ab 14 Uhr

Draußen wurde es auch langsam voller. Wir waren gerade so kurz vor 14 Uhr angekommen, und ab 14 Uhr ist Sonntags Ponyreiten angesagt. Nach kurzem „Mh, wollen wir, wollen wir nicht?“, haben wir uns dann doch in die, zu der Zeit noch nicht lange, Schlange eingereiht. Kaum war das Pferd von der vorherigen Runde wieder da, durfte er also drauf. Ganz toll festgehalten hat er sich, gegangen wurde nur die kurze Runde einmal um den Stall herum, und geschnaubt hat das Opapferd auch noch ganz toll. Klar ist, dass meine Mutter und ich ihn ganz dolle festgehalten haben – so ein Pferderücken wackelt doch ganz dolle hin und her.

Nur so streicheln hat er sich nicht getraut, während es in Bewegung war. Klar, festhalten ist ja auch wichtig. Dafür durfte er Clyde – so hieß der alte Herr – nach dem kurzem Ritt über den Hals streicheln. Und ganz ehrlich: Ich war neidisch. Ich würde auch so gerne mal wieder reiten gehen.

Danach ging es nochmal kurz zu den Kaninchen und ich habe ein bisschen Futterspende, die davor eingepackt worden war, abgegeben. Danach war es meiner Mutter und mir aber endgültig zu kalt und wir haben uns auf den Weg nach Hause gemacht. Auf dem Weg zum Auto ist uns der Ponyexpress noch einmal entgegen gekommen und das Schnabeltier wusste sofort „Mei Pfff!“ (Sprich: Mein Pferd!)

Daheim

Wieder zu Hause mussten wir dann natürlich nicht nur die gemachten Bilder zeigen, sondern auch Papa gleich erzählen, was wir erlebt hatten.

„So Schnabeltier, dann sag dem Papa mal, dass du vorhin auf einem Pferd geritten bist!“
„BABA! Du! Pfff! …Bobo!“ und zeigte auf seinen Popo.
Hach, ich finde es so schön, ihm beim Sprechen lernen zuzusehen <3…

Ein kleiner Laufbericht

Um kurz nach acht langsam fertig machen, um das Kind spätestens um 9 in der Kita abgeben zu können.
Kurz vor 9 da sein, Kind abgeben.
Um kurz nach 9 Uhr heim geschickt werden, weil das Kind anscheinend keine Probleme macht.
Halb 10 zu Hause ankommen.

Kurze Pause

Um 10 wieder los müssen, weil man um halb 11 wieder in der Kita sein muss, um das Kind wieder abholen soll.

Einer der Gründe, warum ich in die Nähere Kita wollte.
Andererseits kann man aber auch sagen: Eingewöhnung läuft. Ich muss nur mein Fahrrad mal aus dem Winterschlaf erwecken (lassen. Schaaaatz? 🙂 )…

Namensgebung Part 2

Ich glaube ich habe vor einer halben Ewigkeit schon einmal erwähnt, dass ich Namensgebung schwierig finde. Vor allem wenn man Bedenken muss, dass das Kind den Rest seines Lebens mit dem leben muss, was man als Eltern zusammenschustert.

Dabei gibt es so wunderschöne Namen! Namen, die ich einem Kind jederzeit geben würde. Weil sie vom Klang her toll sind. Oder wunderschöne Bedeutungen haben. Aber man ist ja nicht allein Verantwortlich dafür. Und was einem selbst gefällt, kann dem Partner nicht gefallen. Das übliche Halt.

Am schlimmsten finde ich allerdings Namen, die man aus anderen Gründen nicht geben kann. Hier meine Top drei:

Platz 3: Loki

In der nordischen Mythologie, in der ich aktuell irgendwie gerne nach Namen grabe, war Loki ein Gott. Der Gott des Feuers, der Lügen und der Täuschung. Wahrscheinlich noch vieles mehr. Eigentlich eine unglaublich interessante Figur und von den Göttern derjenige, der den negativsten Beigeschmack hat. Trotzdem finde ich ihn (vielleicht aufgrund der Buchreihe, die ich gerade gehört habe) irgendwie sympathisch. Und der Name ist auch schöner als Thor oder Odin oder Baldr. ER klingt nicht so hochgestochen, nicht so ehr erbietend. Er wirkt, nur für sich genommen, kurz, frech und frisch.

Das Problem daran? Mein Mann hat mich mit großen Augen angestarrt, als ich es WAGTE diesen Namen in Erwägung zu ziehen. Ich kanns verstehen. Vor ein paar Jahren war die nordische Mythologie vielleicht nicht ganz so „bekannt“, wie sie es heute ist. Marvel sei dank. Auch wenn das, was die Comicindustrie da aus der eigentlichen Mythologie gemacht hat ist allein der Gedanke, das Kind nach einer 0815-Superhelden-Filmfigur zu benennen halt grausam. Schade.

Platz 2: Siiri

Habe ich erwähnt, dass ich gerne in der skandinavischen Ecke Wühle? Dieser Name ist mir schon vor Jahren über die Füße gestolpert. Und ich meine wirklich: Vor Jahren! Keine Ahnung, ob es damals überhaupt schon iPhones und Co. gab. Siiri kommt aus dem Finnischen und steht für „schöne Siegerin“. Toller Name, wunderschöne Klang, tolle Bedeutung. Aber auch hier. Der Ungläubige Blick.

Kann ich was dafür, dass Apple sich einfach ausgerechnet diesen Namen gekrallt hat, um sein beklopptes digitales Sprachassistenzsystem zu benennen?! Nein. Dennoch fällt er genau deswegen flach. Ich könnte heulen.

Platz 1: Lily

Noch bevor ich auf „Siiri“ gekommen bin, war mir klar, dass der Name meiner Tochter eines Tages Lily sein würde. Ganz sicher. Hundert Prozent. Und dann kam die Gesellschaft. Keine Ahnung, woran das lag. Auf jeden Fall hat Lily in der Zeit, in der ich den Namen gerne geben würde einen Sprung in die gefühlte Top10 der Kindernamen gemacht. (schaut euch diese Statistik an!) Und das wiederum will ich nicht.  Vermutlich habe ich das schonmal erwähnt, aber hier noch einmal: Ich finde Modenamen doof. Und ich finde es schrecklich, dass ausgerechnet mein All-Time-Favorite sich zu einem Solchen gemausert hat. Eine Weile lang habe ich daran gedacht, wenigstens als Zweitnamen Lily zu nehmen. Aber auch das wäre mir irgendwie doof vorgekommen.

Ersatz hätte ich sogar gehabt: Ich hätte auch gerne Lilian als „Langform“ genutzt. Das wiederum gefiel meinem Mann, der mit Lily einverstanden gewesen wäre, nicht. Immer die selben Probleme.

Fazit

Mein Hass auf Apple, Marvel und die Gesellschaft aufgrund der Ungebbarkeit dieser Namen ist unendlich.

Aber lasst euch gesagt sein: Sollte es so kommen, wie die Frauenärztin mir prophezeit hat, rein geschlechtlich, dann haben wir eine Namenskombination gefunden. Eine, die uns beiden unheimlich gut gefällt, und die uns bisher noch keine doofen Sprüche eingeheimst hat, wie das bei dem Schnabeltier der Fall war. Achja, wir sind verliebt <3

Und ihr so? Habt ihr Lieblingsnamen, die ihr aus irgendwelchen Gründen nicht geben könnt? Welche? Und warum? Was haltet ihr von meinen Lieblingen? Würde mich wirklich interessieren. Ab in die Kommentare damit!…