Schnabeltier und Füchschen – Der Anfang

Schnabeltier und Füchschen – Der Anfang

„Mama Baby Bau in?“, das Schnabeltier ist gerade zu mir auf das Klnikbett geklettert und begutachtet jetzt neugierig meinen Bauch. Er zeigt fragend darauf. Die letzten Monate hat er den Bauch dabei beobachtet, wie er immer größer und härter wurde, wie Mama und Papa und Omas und Opa und eh alle darüber redeten. Und über das Baby, dass in diesem Bauch sein sollte. Manchmal hatte er sein Ohr an dieses Bauchmonster gelegt, „Hallo Baby“ gesagt oder gekichert, wenn es da drinnen gluckerte oder sich bewegte.

„Nein, Schatz. Da ist das Baby jetzt nicht mehr drinnen.“, antworte ich meinem Großen, der doch eigentlich immer so klein und … klein war und mir auf einmal, nach 24 Stunden mit neuem Baby, vorkommt wie ein Riese. Das Schnabeltier legt fragend den Kopf zur Seite.
„Baby nein Bau?“, vergewissert er sich und ich nicke.
„Nein, das Baby liegt hier neben mir“, sage ich, und deute auf das kleine Wesen, dass mir einen Tag zuvor aus dem Schoß gekullert ist.

Es ist Liebe auf den ersten Blick

„Mama, Baby da!“, freut sich der Große, stürzt an mir vorbei auf seine kleine Schwester zu, legt sich neben sie und starrt sie total fasziniert an. „Baby-Mana!“, sagt er, denn er kennt ihren Namen schon und kann ihn in seiner eigenen Sprache sagen. Ich nicke nur, und irgendwie treten mir jetzt Tränen in die Augen. Tränen, die sich zuvor irgendwie zurückhalten konnten. Meine beiden Kinder liegen dort, direkt nebeneinander, und das eine ist unheimlich fasziniert vom anderen. So ein wunderschönes Geschenk.

Ich werde noch brauchen, das alles zu verarbeiten. Ich werde noch brauchen, um zu realisieren, dass wir jetzt wirklich eine vierköpfige Familie sind. Wie unheimlich anders die Geburt verlaufen ist. Aber das wird alles kommen. Jetzt ist das Füchschen ja hier und wir geben sie nicht mehr her.

„Meiner!“, sagt das Schnabeltier und muss aber auch schon bald wieder nach Hause, während ich mit dem Füchschen noch Nacht bis zur U2 in der Klinik bleiben werde. Danach darf ich dann nach Hause. Mehr Kuscheln mit meinen beiden Säugetieren. Dem Großen, und dem kleinen.

Das Füchschen und ich bleiben noch eine Nacht in der Klinik, bis die U2 durch ist. Danach dürfen dann auch wieder nach Hause. Und ich darf mit meiner Familie kuscheln. Mit meinen kleinen Säugetieren. Und meinem Mann. Und den Katzen. Und allem. Aber jetzt muss das Schnabeltier erst mal nach Hause und ins Bettchen.
„Meiner!“, sagt es.

2 Kommentare bei „Schnabeltier und Füchschen – Der Anfang

  1. Alles Liebe und Gute für euer kleines Füchschen! Und viel Freude beim Kennenlernen. Das Schnabeltier wird bestimmt ein toller großer Bruder sein.

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