Lieblingsding #4: Nachtlichtschildkröte

Lieblingsding #4: Nachtlichtschildkröte

Über dieses Lieblingsding wollte ich schon ewig einmal schreiben. Allerdings hat sich das nie ergeben, weil das Schnabeltier es nicht als Lieblingsding anerkannt hat, und sie nun sehr lange ungenutzt im Regal gelegen hat. Mit dem Füchschen bekam sie allerdings noch eine zweite Chance, die sie direkt genutzt hat. Unsere Nachtlichtschildkröte!

Nachtlichter, die meistens Sterne und Monde auf die Wände projizieren, sind meiner Meinung nach halbwegs bekannt. Über eine Freundin bin ich allerdings über eine Schildkröte gestolpert, die nicht Monde in verschiedenen Farben an die Decke kleistert, sondern Wasserlichteffekte! Geräusche kann sie auch – Meeresrauschen oder eine Melodie. Für mich als kleinen Meerfan das absolute MUSS!

Abgeschreckt hatte mich anfänglich der Preis, der mit 57€ (in einem Spielemax habe ich sie auch schon für 50€ gesehen, man kann also auch die Augen offen halten) ja doch eher in Richtung „heftig“ tendiert. Als wir das Schnabeltier dann in sein eigenes Zimmer umgezogen haben, haben wir sie dann dennoch angeschafft – leider zu spät um ihn daran zu gewöhnen. Für ihn war es eher eine Spielmöglichkeit (lauter, leiser. Meeresbewegungen an. Und aus. Und Licht an. Und aus.) Entsprechend enttäuscht war ich.

Unterwasser-Einschlafwelt

 

Jetzt, über ein Jahr später haben wir die Gute wieder ausgepackt, denn ein zweites Kind bedeutet ja eine zweite Chance! Und Tatsache: das Füchschen lässt sich von der Melodie und den Bewegenden Lichtern über sich erstaunlich gut beruhigen. Manchmal können wir sie mit der Schildkröte neben sich einfach ins Bett legen und unsere eigenen Dinge machen – oder das Schnabeltier bespielen. Sie, die sie die Elternklette in Person ist, liegt dann im Bett und brabbelt und gluckst fröhlich vor sich hin, das einem das Herz aufgeht. Und schläft dabei auch mal ein.

Auch des Füchschens Cousin, nennen wir ihn mal Raubtierchen, hat auf unsere Empfehlung eine Schildkröte spendiert bekommen und mag diese sehr gerne. Beide Kinder durften neulich neben unserer Kröte liegen. Wir als Eltern konnten direkt die Ruhe sehen, die die beiden ausgestrahlt haben

 

und vom Raubtierchen auch bereits versuchte Interaktion mit der Schildkröte.

Einziges Manko: So wirklich klappt das nur, wenn es dunkel ist. Man ka

nn die Helligkeit zwar varriieren, aber selbst die hellste Stufe kann nicht das Tageslicht einer hellen Wohnung nicht überdecken. Dafür hält sie das Zimmer bei Nacht erstaunlich hell. Glücklicherweise lässt sich diese Helligkeit ganz leicht regeln. Auch die dunkelste Stufe ist bei Nacht noch hell genug, um die Wellen in Bewegung zu sehen.

Also: Von mir aus eine klare Empfehlung, wenn man das Kind früh genug an Nachtlichter heranführen will. Das Geld ist sie nämlich allemal wert!

cloud b: Tranquil Turtle bei Jako-o gekauft (Unser erster Versuch war ja das Bestellen auf Amazon, aber da war die Lieferzeit bei ca 3 Monaten und wurde dann irgendwann, trotz schon ausgelöster Bestellung storniert. Bei Jako-o bekamen wir sie ein paar Tage später einfach so.)

 

Lieblingsdinge sind Sachen, die wir im Laufe unserer Elternzeit angeschafft haben, und die sich für uns als sehr praktisch herausstellten. Ich werde für diese Werbung nicht bezahlt. Meine guten Erfahrungen möchte ich auf diese Weise an andere Eltern weitergeben.

Ich erzähle dir einen Traum

Man hat jetzt schon mindestens hunderttausend Mal „La Le Lu“ gesungen. Irgendwann ist man dann auf „Guten Abend, gute Nacht“ umgestiegen und hat die Hasszeile einfach weggelassen. Aber selbst das Lied ist inzwischen quasi tot gesungen. Und das Kind liegt immer noch wach im Bett und erfreut sich an seiner eigenen Wachheit. Also muss man sich etwas anderes Ausdenken, bei dem das Kind irgendwie die eigene Stimme in ruhiger Art und Weise hören kann, um irgendwie in den Schlaf zu finden.

Es wird nicht jede Nacht genutzt, aber manchmal kommt es halt vor, dass ich frage „Soll ich dir einen Traum erzählen?“ Da freut er sich dann immer ein bisschen, und ich fange an. Ohne Sinn und Verstand. Ohne Ahnung, wo der Traum heute hingehen soll. Träume kommen und gehen eben, wie sie selbst wollen.

Der Traum beginnt

Anfangen tut ein Traum immer auf die selbe Art: Man muss erst einmal einschlafen. Dazu „wandert“ die Schwere oder Müdigkeit von seinen Zehenspitzen, seine Beine hoch bis zu seinen Augenlidern, die dann zufallen. Weil er noch so klein ist, versteht er wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte von dem, was ich ihm da erzähle. Vor allem nicht, dass ich eigentlich will, dass er sich auf die Körperteile konzentriert und dabei ruhig wird. Eher fängt er dann damit an, mit den Zehenspitzen zu wackeln, seine Schultern zu suchen, auf seinen Bauch zu zeigen und und und. Wenn man nicht zwingend möchte, dass er jetzt sofort einschläft ist das gar nicht schlimm. Ich erzähle einfach weiter und find es toll, dass er schon seinen gesamten Körper zeigen kann.

Wenn die Müdigkeit dann in den Augen angekommen ist, gehen wir noch einmal auf den ganzen Körper ein, dass dieser jetzt ganz schwer ist. Und, dass er dann einschläft, und sein Körper leicht wird, hochfliegt, und er sich und mir noch einmal tschüß winkt. Bis dahin ist jeder Traum gleich.

Was dann kommt

In der Hoffnung, dass ich während der Traumeinleitung eine Idee hatte, wohin der Traum gehen soll, fliegt er jetzt weiter. Irgendwie irgendwo hin. Raus aus seinem Zimmer geht es auf jeden Fall.

Und Erzählt wird dann eben im Flow. Selten rede ich den ganzen Traum lang durch. Meistens wird nebenbei ein bisschen gekuschelt, gekichert „weißt du…“ gesagt. Und was sind das so für Träume? Es sind immer irgendwelche Arten von Geschichten, die das Schnabeltier erlebt. Das kann sein, dass er hoch in die Wolken fliegt, sich die Wolken anschaut und mit den Regentropfen zusammen wieder runter in sein Zimmer regnet.

Das kann sein, dass er über Berlin hinweg fliegt, weiter hoch in den Norden, Oma und Opa Hallo winkt und dann irgendwann Nachts an einem Ostseestrand endet und die Zehen im Sand vergräbt, während das Meer vor sich hin rauscht.

Das kann aber auch sein, dass er über die Wolken hinaus fliegt, und oben ein Königreich findet. Und in der Ferne ist ein blaues Schloss, das aus Himmel gebaut ist, und aus dem es ganz laut Schnarcht! In dem Schloss findet er dann irgendwann den Wolkendrachen, der schläft und Schnarcht. Den muss er wecken und ihm sagen, dass er schnarcht und er deswegen nicht schlafen kann.

Es kann aber auch sein, dass er mit mir zusammen den Weg zu seiner Kita geht. Die Straße runter, über die Schienen weg, da lang, dort lang. Hier vorbei. Wie das halt so ist. Und das, ohne dass er bisher in der Kita war.

Die Geschichten werden angepasst, während sie erzählt werden. Wie wach ist das Schnabeltier, wie wach bin ich, wie genervt sind wir beide inzwischen voneinander? Manchmal werden sie nur erzählt, damit die Zeit rum geht, manchmal sind sie so ruhig und unaufgeregt, dass das Kind währenddessen einfach einschläft. Passieren kann alles. Und nichts.

Der Traum endet

Eine Gemeinsamkeit haben die Träume dann doch noch alles: Sie enden immer damit, dass das Schnabeltier (im Bett?) liegt und einschläft.

Zumindest in der Geschichte.…

Kinderlieder umgedichtet #1

Wir sind ja kreativ und wollen unserem Kind nicht immer den selben Kram vorsingen.

Schlaf [Babybame], Schlaf.
Der Papa ist ein Schaf.
Die Mama nennt dich Schnabeltier,
was kannst du armes Kind dafür?
Schlaf, [Babyname], Schlaf.
Wenn man Papas Frisur betrachtet stimmt das Lied auch in jeder Zeile 😉…