Wunde Babypos

Sie sehen hier einen perfekt improvisierten Langzeit-Wickelplatz mit Rückenschmerzgarantie

Eigentlich wollte ich heute ja über ein anderes Thema schreiben. Allerdings kam ich nicht dazu, mich vorzubereiten und das hier ist bei mir gerade recht aktuell, also schreibe ich darüber.

Aktuell bin ich zu Besuch bei meiner Mutter (aka des Schnabeltiers Oma), und habe da einige Sachen über Kinder gelernt. Es ist zum Beispiel auch für die größeren Kinder immer wieder toll, nach Hause zu kommen.
Man kann Freunde mitbringen, und die sind direkt in die Familie integriert. Oder Beziehungen von alten Freunden.

Selbst wenn das mit dem Auszug nicht zur eigenen Befriedigung geklappt haben sollte (man wurde quasi mit Ansage rausgeworfen), und deshalb mit seiner Mutter böse ist, kann man sich doch irgendwann selbst wieder fassen, und wieder vorbei schauen. Reden. Lachen. Spaß haben.
Und: Manche Babys haben Stahlhintern. Denen kannst du eine Woche die Windel nicht wechseln, der Po wäre trotzdem weich und zart wie eh und je.

Meins gehört leider nicht zu der Sorte. Eigentlich haben wir daheim recht wenige Probleme mit dem Schnabeltierpo. Er tut was er soll und sieht dabei immer klasse aus. Daheim. Wo wir alles haben, was wir zur Pflege benötigen.
Bisher war ich mit meinem Sohn nur kurz übers Wochenende bei den Schwiegereltern, da war die Benutzung von Alternativpflegemitteln kein Problem. Die Zeit war kurz genug, damit nichts passieren kann. Tja, und dann kamen die 1,5 Wochen bei meiner Mutter.
Wir kamen am Mittwoch Mittag an (ICE Sprinter sind die beste Erfindung seit… es …eh…sie sind gut!) und sind beinahe direkt in den Drogeriemarkt unseres Vertrauens gefahren. Da ich allein mit dem Kind unterwegs war, wollte ich nicht mehr mitnehmen, als ich brauchen würde. Schließlich kann man ja auch in Hessen einkaufen gehen und findet, was man benötigt. Gekauft haben wir Windeln für die Zeit, meine Lieblings-Babycreme für den Windelbereich und sensitive Feuchttücher.
An dieser Stelle greife ich einem anderen Eintrag, den ich zu schreiben gedenke, ein bisschen vor. Wir benutzen eigentlich keine Feuchttücher, wenn er sich nicht gerade von unten bis oben vollgemacht hat. Meine Hebamme gab uns den Tipp mit Taschentüchern in einer Box und einer Wassersprühflasche. Allein aus Kostengründen wirklich genial (wie gesagt, ich schreib demnächst darüber!). Nun haben wir bei meiner Mutter keine Wassersprühflasche, also dachte ich mir, dass Feuchttücher ja nicht schaden können.
Falsch gedacht!

Milder als Wasser + x. Das ich nicht lache.

Von Mittwoch bis Sonntag hatte sein Po nicht nur eine ziemlich unhübsche rote Färbung angenommen, sondern auch diversestes an Pickelchen entwickelt. Mein armer kleiner Mann. Ich dachte zu Anfang, dass ich die Entwicklung mit einem mehr an Babycreme verlangsamen stoppen könnte, aber das wollte auch nicht so wirklich. Und nach jedem Wickeln erstmal seinen Unterkörper trocken pusten ist auch eher semioptimal.
Wir brauchten eine andere Lösung. Also wurde Omas Taschentuchbox an den provisorischen Wickelplatz entführt und daneben eine Schüssel mit Wasser gestellt. Anfänglich habe ich mit einer Hand ein bisschen Wasser von der Schüssel zum Toch geschöpft, aber ganz ehrlich? Ne. Ideal ist anders.
Inzwischen haben wir eine Küchenrolle neben dem Wickelplatz stehen und tunken immer eine Ecke ins Wasser, drücken ein bisschen aus und voila! Ein feuchtes Poabwischtuch, das dem Babypo gefällt.
Von Mittwoch bis Sonntag wurde der Po roter und roter, ab Sonntag wurden die Feuchttücher abgesetzt und am Dienstag abend war alles wieder so wunderschön wie zuvor.

Fazit: Weniger Feuchttücher, mehr Wasser und Taschen- / Küchentücher. Der Babypo sagt „Danke!“

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